• Education Programme mit Heike Janicke, Ulf Prelle und Andreas Kuhlmann © Martin Bülow Education Programme mit Heike Janicke, Ulf Prelle und Andreas Kuhlmann © Martin Bülow
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Bildung ist das Tor zur Welt

Martin Bülow

Als Mitte des 16. Jahrhunderts in Sachsen der Zenit des Silberbergbaus überschritten war und im Zuge der Reformation sowieso Klöster als Gebäude umgenutzt wurden, gründete Herzog Moritz von Sachsen 1543 die ersten Fürstenschulen in seinem Reich. Schulpforta bei Naumburg, Sankt Afra in Meißen und Sankt Augustin in Grimma entstanden als Fürstenschulen zur Vorbereitung auf die neu gegründeten Universitäten im Land. Friedrich Nietzsche und Johann Gottlieb Fichte kamen aus Pforta. Gotthold Ephraim Lessing kam aus Sankt Afra und Paul Gerhardt, ohne den das evangelische Kirchengesangbuch aus meiner Sicht sinnlos wäre, kam aus der Fürstenschule in Grimma.

Abu Dhabi ist das Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate mit den größten Erdölvorkommen. Man geht davon aus, dass hier noch 120 Jahre gefördert werden kann, wenn die Fördermenge ähnlich hoch bleibt wie jetzt. Und doch planen die Menschen hier schon heute den Abschied vom Öl. Seit mindestens 10 Jahren gibt es eine regierungsnahe Ideenschmiede, welche sich mit der erdölunabhängigen Entwicklung ihres Emirates beschäftigt. Bildung, Wissenschaft und Innovation sollen hier am persischen Golf ihr neues Zuhause bekommen. Sie planen z.B. Masdar, ein weiteres, ein wirkliches Wunder. Mitten in der Wüste entsteht die erste rundum klimafreundliche Stadt der Welt. Eine Stadt ohne schädliche Emissionen, gespeist allein aus erneuerbaren Energien.

Die Gründerin des Festivals - ihre Exzellenz Hoda Al Kahmis Kanoo - betont immer wieder, dass das Bildungsthema, abseits allen Glanz und Glamours dieses Festivals, der rote Faden und Herzensbedürfnis der Festivalträger ist. Ein fester Bestandteil eines jeden Festivals war bisher das Programm "Back to School", um mit kleinen Ensembles oder solistischen Auftritten in den Schulen Basisarbeit anzubieten. Die Dresdner Philharmonie mit ihren "freakquency"-Erfahrungen ist dort natürlich ein gesetzter Partner.

Die Konzertmeisterin der Dresdner Philharmonie Heike Janicke mit ihren beiden Trio-Partnern Ulf Prelle und Andreas Kuhlmann haben ihren heutigen Vormittag diesem hehren Ziel gewidmet. Ein kleines moderiertes Konzert in der "Gems American Academy" vor Schülerinnen und Schülern im Grundschul- und Gymnasialalter eröffnete den Vormittag. Die Schule wurde im Jahr 2011 daselbst vom ehemaligen Präsidenten Bill Clinton eröffnet. Ein Campus von beträchtlicher Größe mit perfekter Ausstattung und aufmerksamer Zuhörerschaft, welche im Anschluss an das kleine Konzert noch viel Zeit zum Stellen von Fragen hatte.

Unsere drei Kolleginnen und Kollegen haben die Fragestunde unter Applaus und großer Anteilnahme in perfektem Englisch gemeistert. Sofort im Anschluss sind wir - stilgerecht in drei Ford Taurus - mit 100 km/h durch die Stadt gebeamt worden. Die zweite Schule war eine amerikanisch geführte Grundschule, wo Heike Janicke mit fünf kleinen Geigerinnen eine Meisterklasse abhielt. Die Streubreite des Leistungsvermögens war enorm, Heike Janicke konnte aber in ihrer klaren, bestimmenden Art jeder Aspirantin Wegweisendes und Aufmunterndes mit auf den künstlerischen Weg geben. Ein kleines Stück Beethoven beendete diese Stunde und zeigte den Schülerinnen, wie viel Freude man beim perfekten Musizieren miteinander hat und den Zuhörern geben kann. Ein perfekter Vormittag.

 

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