Universität mit Superakustik

04. März 2015, Martin Bülow

Gainesville - die letzte Station unserer Florida-Reise ist Heimatstadt der fünftgrößten Universität der USA mit dem achtgrößten Budget (1.950.000.000,00 $). 51.000 Studenten können an dieser Universität alles studieren, was man sich zwischen dem Ingenieurwesen und den schönen Künsten so vorstellen mag.

Was der amerikanische Student zwischen dem Ende des Winterquartals und dem Beginn des Frühlingsquartals treibt, nennt man "Spring Break". Der Gegensatz zu der Aufregung in der - amerikanischen -Öffentlichkeit hinsichtlich einer entblößten weiblichen Brust und dem ziemlich munteren Treiben der Studenten während dieser - meist ein- bis zweiwöchigen - Semesterferien ist kaum größer vorstellbar. Es geht eigentlich um fortwährendes Feiern mit starkem Alkohol- und Drogenkonsum, sexueller Freizügigkeit, Promiskuität und Zurschaustellung von omnipräsenter Nacktheit. Das heisse, deutsche Studentenleben wirkt dagegen wie eine katholische Rüstzeit.

Dies alles wäre für die Mitglieder der Dresdner Philharmonie kein großes Problem gewesen. Aber, während dieser Semesterferien sind die Studentenstädte völlig ausgestorben. Dies machte sich leider in dem mangelhaften Besuch unseres letzten, sehr guten Konzertes bemerkbar - sehr schade! 

Die vergangenen vier Konzerte der Dresdner Philharmonie haben den guten Ruf unseres Orchesters - auch in diesem Teil der Erde - weiter manifestiert. Weniger kalorienreicher Schokosound, mehr Akkuratesse und Biss in Verbindung mit aufführungspraktischen Tendenzen in der Interpretation trafen auf ein fachkundiges, interessiertes, amerikanisches Publikum. 

Thanks, Florida and - so long....



  • © Nikolaj Lund © Nikolaj Lund
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