Solisten-Archiv

Bo Skovhus

Bo Skovhus

Bo Skovhus, in Ikast (Dänemark) geboren, studierte am Musikinstitut Aarhus, an der Königlichen Opernakademie in Kopenhagen und in New York. In Wien hat seine Karriere 1988 mit Don Giovanni an der Volksoper begonnen.1997 wurde dem Künstler der Titel eines österreichischen Kammersängers verliehen.

Nach Reimanns Lear 2011/12 an der Hamburgischen Staatsoper hatte Bo Skovhus im Mai/Juni 2016 mit dieser Partie in einer Neuinszenierung von Calixto Bieito an der Opéra de Paris (Salle Garnier) erneut einen ganz grossen Erfolg. Ebenso mit Beckmesser / MEISTERSINGER im März 2016 an der Bastille und im Juni 2016 an den Wagner Festspielen in Budapest. Im Sommer 2014 wurde Bo Skovhus vom Auckland Philharmonia Orchestra nach Neuseeland eingeladen, in einer konzertanten Fassung von TRISTAN UND ISOLDE den Kurwenal zu singen. Im Anschluss daran präsentierte sich der Künstler mit Simone Young am Flügel in zwei Konzerte mit der WINTERREISE an der Oper von Sydney. 

Es folgten Graf / CAPRICCIO in Chicago, eine Liederabend-Tournee mit Schubert-Zyklen in Dänemark sowie Liederabende in Den Haag, Amsterdam und Brüssel; Orchesterkonzerte in Alborg (DK), Holstebro (DK), Randers (DK), Odense (DK) und Helsinki, Vater in HÄNSEL UND GRETEL in Madrid, Danilo / DIE LUSTIGE WITWE und die Kombination IL PRIGIONIERO/EKKLESIASTISCHE AKTION in Köln, Orchesterkonzerte am Bergen Festival sowie Liederabende mit Schubertzyklen in Kopenhagen, Genf und Wien. Zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2015 wurde Bo Skovhus für die Partie des „Cortez“ in Wolfgang Rihms DIE EROBERUNG VON MEXICO eingeladen. Die gesamte Produktion und vor allem Bo Skovhus‘ ausserordentliche Leistung wurden von Publikum und Presse sehr bejubelt. 

2015/16 folgten das Bariton-Solo in einer Welturaufführung von Sunleif Rasmussens‘ 2. SINFONIE in Helsinki, Dr. Schön / LULU in einer WA an der Staatsoper München, Mandryka / ARABELLA an der Staatsoper Dresden, Conte Almaviva in einer WA von NOZZE DI FIGARO an der Oper am Rhein in Düsseldorf sowie Eisenstein in einer WA von FLEDERMAUS der Staatsoper München. 

Projekte ab 2016/17: eine Operettengala am Copenhagen Festival, Claudius in der Uraufführung von Arno Schreiers HAMLET sowie Werner Ecks PEER GYNT am Theater an der Wien, Konzerte mit Frank Martins JEDERMANN-MONOLOGEN im Konzerthaus Wien, orchestrierte Schubert-Lieder mit den Dortmunder Philharmonikern unter Gabriel Feltz, René und Wozzeck in Neuproduktionen von DER GRAF VON LUXEMBURG und WOZZECK an der Oper am Rhein in Düsseldorf, Mandryka in einer WA von ARABELLA an der Wiener Staatsoper, Konzerte mit Reihmanns LEAR- FRAGMENTEN mit den Dresdner Philharmonikern unter Simone Young, Conte Almaviva in einer Neuproduktion von NOZZE DI FIGARO sowie Tamare in einer WA von DIE GEZEICHNETEN in Köln. Weiter folgen Eisenstein / LUSTIGEN WITWE am Liceu in Barcelona, Dr. Schön / LULU an der Wiener Staatsoper und an der Hamburgischen Staatsoper, Eisenstein in einer WA von FLEDERMAUS sowie Šiškov in einer Neuproduktion von Janaceks AUS EINEM TOTENHAUS an der Staatsoper München, etc.

Neben Auftritten an großen Opernhäusern und mit führenden Orchestern in Europa, Amerika und Japan widmet Bo Skovhus einen großen Teil seiner Zeit dem Liedgesang. Er zählt zu den Spitzeninterpreten seiner Generation und wird von allen bedeutenden Festspielen und Musikzentren der Welt immer wieder eingeladen.

Schwerpunkte seines Konzertrepertoires liegen bei den Werken von Gustav Mahler, den skandinavischen Kompositionen sowie z.B. bei Frank Martins Jedermann Monologen und Zemlinskys Lyrischer Sinfonie

Zu den Dirigenten, mit denen Bo Skovhus bisher zusammengearbeitet hat, zählen u.a. Gerd Albrecht, Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Jiri Belohlavek, Michael Boder, James Conlon, Andrew Davis, Bertrand de Billy, Charles Dutoit, Claus Peter Flor, Armin und Philippe Jordan, Christoph von Dohnanyi, Christoph Eschenbach, John Eliot Gardiner, Nikolaus Harnoncourt, Marek Janowski, Mariss Jansons, Sir Charles Mackerras, Zubin Mehta, Ingo Metzmacher, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Kirill Petrenko, Georges Prêtre, Donald Runnicles, Esa-Pekka Salonen, Wolfgang Sawallisch, Ulf Schirmer, Horst Stein, Jeffrey Tate, Christian Thielemann, Edo de Waart und Simone Young.

Viele der zentralen Partien seines Opern- und Konzertrepertoires sowie verschiedene Liederrezitals sind als CD-Einspielungen vorhanden.