Solisten-Archiv

Franz Grundheber

Franz Grundheber

wurde in Trier geboren. Nach dem Abitur 1959 und drei Jahren als Offizier auf Zeit bei der Luftwaffe studierte er mit einem Stipendium an der Indiana University in Bloomington/USA Gesang bei Margaret Harshaw.

1966 engagierte ihn Rolf Liebermann an die Hamburgische Staatsoper, der er bis heute in mehr als 2000 Vorstellungen treu geblieben ist. In den vergangenen Spielzeiten sang er dort u.a. Amonasro ("Aida"), Simone Boccanegra und Peter Besenbinder („Hänsel und Gretel“).

1975 begann mit seinem Debut an der Wiener Staatsoper, wo er inzwischen über 450 Vorstellungen gesungen hat, seine internationale Karriere, die mit der Verpflichtung als Scarpia, Beethovens 9. Symphonie und dem Brahmsrequiem unter Herbert von Karajan einen ersten Höhepunkt erreichte.

Das gesamte wesentliche deutsche, französische und italienische Baritonfach sang er an allen grossen internationalen Bühnen; zum Beispiel Rigoletto als erster Deutscher an der Metropolitan Opera in New York an drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten. Dazu brillierte er als Wozzeck nicht nur an der  Met, sondern auch in elf weiteren Inszenierungen u.a. mit Abbado, Barenboim und zuletzt mit Patrice Chéreau als Regisseur. Barak, Mandryka, Jupiter, Holländer, Amfortas, Jago und Simone Boccanegra sind nur einige Beispiele seines grossen Repertoires.

Er ist Kammersänger und Ehrenmitglied an der Wiener und Hamburger Staatsoper.