Solisten-Archiv

Leo McFall

Leo McFall

ist derzeit Assistenzdirigent beim Gustav Mahler Jugendorchester und war 2014 einer der drei Finalisten, die beim „Nestlé and Salzburg Festival Young Conductors Award“  das Mozarteum Orchester mit dem Solisten Jan Lisiecki dirigierten. Leo McFall wurde 2015 der Deutsche Dirigentenpreis verliehen.

McFall beginnt die Saison 2015/16 mit seinem Debüt am Staatstheater Wiesbaden, wo er eine Neuproduktion von Verdis Otello von Uwe Eric Laufenberg dirigieren wird. Anschließend wird er das Orchestre d’Auvergne und die Silvestergala des Musikkollegiums Winterthur leiten, bevor er an der Volksoper Wien mit La Traviata debütiert. Auch bei der Dresdner Philharmonie wird er das erste Mal zu erleben sein. Die laufende Saison beschließt er  mit einer Neuinszenierung von Falstaff am Staatstheater Wiesbaden. Für die kommende Saison ist sein Debüt an der Opera North geplant.

In der Spielzeit 2014/15 debütierte McFall mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne mit Beethovens 7. Sinfonie, Johann Baptist Vanhals Konzert für Fagott und Orchester und übernahm die Leitung des Gustav Mahler Jugendorchesters mit Dvoraks 8. Sinfonie sowie Bartóks Herzog Blaubarts Burg als konzertante Aufführung im Gulbenkian Konzerthaus in Lissabon. Des Weiteren leitete er die Oulu Sinfonia mit dem Konzert für zwei Klaviere und Orchester von Poulenc und Rachmaninoffs Sinfonie Nr. 2 sowie die Meininger Hofkapelle mit Werken von u.a. Martinů, Smetana, Mussorgsky und Prokofjew. Weiterhin dirigierte er Aufführungen des Tannhäuser, I Puritani, Gianni Schicchi / Pagliacci und La Traviata am Staatstheater Meiningen, wo er auch erster Kapellmeister ist. In der Vergangenheit trat er regelmäßig beim Glyndebourne Festival auf, wohin er in der Saison 2014/15 für die Glyndebourne Tour mit Brittens The Turn of The Screw zurückkehrte. Dort hat er bereits eine Doppelveranstaltung mit Werken von Strawinsky und die Premiere The Yellow Sofa von Julian Philips, sowie Carmen, Così fan tutte, Don Giovanni und Rusalka geleitet. In jüngster Vergangenheit dirigierte McFall das Gustav Mahler Jugendorchester, Maggio Musicale Fiorentino, Chicago Civic, Göttinger Symphonie Orchester, Oulu Sinfonia, Meininger Hofkapelle und RTVE Orchestra Madrid. Am Staatstheater Meiningen leitete er außerdem eine Neuproduktion von Gianni Schicci und Pagliacci, Tristan und Isolde sowie Rigoletto.

Leo McFall verbindet eine enge Zusammenarbeit mit Bernard Haitink, bei dem er in Konzerten mit dem Royal Concertgebouw, Chicago Symphony, der Wiener Philharmonie und dem European Youth Orchestra assistierte. 2009 vertrat er für Haitink in einem umjubelten Konzert mit dem Chicago Civic Orchestra.

Nach einem Abschluss in Musik an der Universität Oxford studierte McFall Dirigieren an der Sibelius Akademie bei Leif Segerstam und an der Hochschule für Musik in Zürich bei Johannes Schlaefli. Während seiner Zeit in Finnland gründete er sein eigenes Ensemble und dirigierte das Sibelius Akademie Symphony Orchestra, Kuopio Symphony Orchestra und Pori Sinfonietta. Er wurde 2008 mit dem Seiji Ozawa Stipendium beim Tanglewood Music Festival ausgezeichnet und erhielt im darauffolgenden Jahr einen Platz im angesehenen Deutschen Dirigentenforum. Er assistierte bei Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Jiří Bělohlávek, Harry Bicket und Gérard Korsten.

Leo McFall – Pianist, Violinist und Bratschist -  war Finalist des BBC Young Musician im Jahr 2000. Er lebt in London.