Solisten-Archiv

Nicholas Angelich

Nicholas Angelich

Der 1970 in den USA geborene Pianist Nicholas Angelich, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel. Bereits zwei Jahre später gab er sein erstes Konzert. Als 13-Jähriger wurde Nicholas Angelich Schüler von Aldo Ciccolini, Yvonne Loriod und Michel Béroff am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique und ist seitdem in Paris ansässig. Bereits in seiner Studienzeit gewann er eine Reihe von Wettbewerben und besuchte Meisterkurse von Leon Fleisher, Dmitri Bashkirov und Maria Joao Pires.

Nicholas Angelich ist regelmäßig Gast bei führenden Orchestern wie z.B. dem New York Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre National de France, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem London Philharmonic Orchestra, dem RSO Stuttgart, dem Philadelphia Orchestra, dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, dem Seoul Philharmonic Orchestras sowie dem Orchester des Mariinsky Theaters. Er arbeitet mit Dirigenten wie Yannick Nézet-Seguin, Mark Minkowski, Kurt Masur, Paavo Järvi, Stéphane Denève, Daniel Harding, Valery Gergiev oder Tugan Sokhiev.

Sein Repertoire erstreckt sich hauptsächlich auf Werke der Klassik und Romantik, doch ist er auch an der Musik des 20. Jahrhunderts interessiert – der Bogen spannt sich von Bartók bis Boulez, Messiaen und Stockhausen als auch Kompositionen französischer Zeitgenossen wie Eric Tanguy und Pierre Henry, dessen »Concerto sans orchestre avec piano« er zur Uraufführung brachte.

Als versierter Kammermusiker arbeitet Nicholas Angelich regelmäßig mit Künstlern wie Renaud und Gautier Capuçon, Augustin Dumay und Daniel Müller-Schott zusammen, als auch mit renommierten Streichquartetten wie den Artemis, Ebène, Modigliani und Pavel Haas Quartetten.

Als Exklusiv-Künstler des Labels Virgin Classics/EMI – jetzt Warner Classics – hat sich Nicholas Angelich sehr intensiv mit dem Komponisten Brahms auseinandergesetzt und mehrere preisgekrönte CDs veröffentlicht (Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Diapason d'Or, Choc du Monde de la Musique). Er hat Solorepertoire, aber auch Kammermusik (mit den Capuçon-Brüdern) des großen Komponisten eingespielt. Als Höhepunkt seiner bisherigen Brahms-Diskographie zählt eine CD, auf der neben dem ersten Klavierkonzert auch Brahms eigene vierhändige Fassung der »Ungarischen Tänze« mit dem Pianisten Frank Braley und dem Radio-Sinfonieorchester Frankfurt unter der Leitung von Paavo Järvi zu hören ist. Das zweite Klavierkonzert von Brahms hat Nicholas Angelich ebenfalls mit dem HR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Järvi herausgebracht.

Im Jahr 2011 veröffentlichte Nicholas Angelich Bachs »Goldberg-Variationen«. Ein Jahr darauf erhielt er den ECHO KLASSIK für die Kammermusik-Einspielung des Jahres (19. Jh.) für die Aufnahme sämtlicher Kammermusik für Streicher und Klavier von Gabriel Fauré gemeinsam mit Renaud Capuçon, Gérard Caussé, Gautier Capuçon und dem Quatuor Ebène (Beide für Virgin Classics/EMI).

Nicholas Angelich wurde mit dem renommierten französischen Preis »Victoires de la Musique Classique« als bester Instrumentalsolist des Jahres 2013 ausgezeichnet.