Solisten-Archiv

Vadim Gluzman

Vadim Gluzman

Vadim Gluzmans außergewöhnliche Kunstfertigkeit besteht in der Fortsetzung der großen
Geigertradition des 19. und 20. Jahrhunderts, die er mit der Frische und Dynamik der
Gegenwart belebt.
Der israelische Geiger tritt regelmäßig mit bedeutenden Orchestern auf, darunter das
Chicago Symphony Orchestra, London Philharmonic, Israel Philharmonic, London Symphony,
Orchester des Leipziger Gewandhauses, die Münchner Philharmoniker, San Francisco
Symphony Orchestra, Minnesota Orchestra und das NHK Symphony Orchestra. Er arbeitet
dabei mit führenden Dirigenten wie Neeme Järvi, Andrew Litton, Marek Janowski, Itzhak
Perlman, Paavo Järvi, Rafael Frühbeck de Burgos, Hannu Lintu, Peter Oundjian und Vassili
Sinaisky zusammen. Er ist regelmäßiger Gast bei den Festivals Verbier, Ravinia, Lockenhaus,
Pablo Casals, Colmar und Jerusalem sowie beim North Shore Chamber Music Festival in
Northbrook Illinois, das er gemeinsam mit seiner Ehefrau und langjährigen
Kammermusikparterin am Klavier Angela Yoffe gründete.
Für die Saison 13/14 ist Vadim Gluzman zum künstlerischer Berater und ersten Gastsolisten
der Kammermusikreihe des ProMusica Chamber Orchestras in Columbus, Ohio und als artist
in resicence beim Bergen Philharmonic Orchestra berufen worden. Zusammen mit dem
Dirigenten Andrew Litton wird er dort drei Konzerte mit Werken von Gubaidulina und
Schostakowitsch spielen und diese als Resultat seiner befruchtenden Zusammenarbeit mit
dem Bergen Philharmoinic Orchestra bei bei seinem label BIS veröffentlichen.
In den USA wird Vadim in 13/14 sein Debut beim Philadelphia Orchestra unter dem Dirigat
von Tugan Sokhiev geben und in London das seit seinem Debut bei den BBC Proms im
Sommer 2012 seit langem erwartete Rezital an der Wigmore Hall.
Zu Vadim Gluzmans breit gefächertem Repertoire zählt auch die zeitgenössische Musik: er hat
Werke von Komponisten wie Giya Kancheli, Lera Auerbach und Sofia Gubaidulina uraufgeführt
und erstmalig aufgenommen. Zuletzt spielte Vadim die britische Erstaufführung von Michael
Daughertys Fire and Blood mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von
Kristjan Järvi sowie Balys Dvarionas’ Violin Konzert mit dem BBC Symphony Orchestra unter
Thomas Søndergård.
Seine letzte CD mit Prokofieffs Violin Sonaten 1 und 2 und den Transkriptionen von Romeo
und Julia wurde in dieser Saison bereits mit 5 Diapason d’Ors ausgezeichnet und mit großer
positiver Resonanz von der Fachpresse aufgenommen.
Seine zahlreichen Aufnahmen im Rahmen seines Exklusivvertrages mit dem schwedischen
label BIS Records wurden unter anderem mit dem Diapason d’Or de l’année und dem Choc de
Classica de l’année ausgezeichnet und zur Disc of the Month in den Magazinen ClassicFM,
Strad und BBC Music Magazine gewählt.
Vadim Gluzman wurde 1973 in der Ukraine geboren und erhielt seinen ersten Violinunterricht
im Alter von sieben Jahren. Vor seinem Umzug nach Israel im Jahr 1990, wo er bei Yair Kless
studierte, lernte er in Lettland bei Roman Sne und in Russland bei Zakhar Bron. Seine Lehrer
in den USA waren Arkady Fomin und an der Juilliard School die verstorbene Dorothy DeLay
sowie Masao Kawasaki. Am Beginn seiner Karriere hatte Vadim Gluzman das Glück, von Isaac
Stern gefördert zu werden, und 1994 erhielt er den renommierten Henryk Szeryng Foundation
Career Award.
Vadim Gluzman spielt die aus dem Jahre 1690 stammende ‘ex-Leopold Auer’ Stradivari, die
ihm als ständige Leihgabe von der Stradivari Society Chicago zur Verfügung gestellt wird.