Bejun Mehta

Bejun Mehta

ist einer der international gefragtesten Countertenöre und regelmäßiger Gast an allen führenden Opern- und Konzerthäusern der Welt. In vier unterschiedlichen Programmen mit der Dresdner Philharmonie singt er barocke Solokantaten, Auszüge aus Oratorien und Opern von Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart sowie „Dream of the Song“, ein erst kürzlich uraufgeführtes Werk von George Benjamin. Zwei Programme werden von ihm selbst geleitet.

Bereits als Knabe begann Bejun Mehta eine internationale Karriere als Sopran. Nach dem Stimmbruch spielte der Amerikaner Cello, wurde Produzent bei einer Plattenfirma und versuchte sich als Bariton, bevor er seine Countertenor-Stimme entdeckte. „Nach dem Stimmbruch habe ich sieben Jahre nicht gesungen. Der Verlust der Knabenstimme war sehr schmerzhaft für mich. Dann habe ich den Fehler gemacht, als Bariton anzufangen. Und dann habe ich die neue Stimme entdeckt. Es ist meine natürliche Stimme, die ich schon früher hatte, und die ist einfach eine Quinte tiefer geworden. Natürlich bin ich geschickter geworden durch die Erfahrung. Aber es ist dieselbe Stimme!“

Höhepunkte der letzten Spielzeiten waren die Oper „Written on Skin“ von George Benjamin sowie die Uraufführung von dessen Solokantate „Dream of the Song“. Die Weltpremiere von Toshio Hosokawas Oper „Stilles Meer“ führte Bejun Mehta an der Hamburger Staatsoper. Auf Romeo Castelluccis gefeierte Produktion von „Orfeo ed Euridice“ bei den Wiener Festwochen und die Film-Version für ArthausMusik folgte eine Neuproduktion dieses Werks an der Berliner Staatsoper Unter den Linden.

Seine Solo-CD „Che puro ciel“ (Akademie für Alte Musik Berlin/Jacobs/Harmonia Mundi), wurde mit dem Diamant d’Opera Magazine und dem Choc de Classica ausgezeichnet. Die Händel-Aufnahme „Ombra Cara“ (Freiburger Barockorchester/Jacobs/Harmonia Mundi) wurde mit dem Echo Klassik 2011 ausgezeichnet. 2014 brachte die Deutsche Grammophon/Archiv eine Studio-Aufnahme von „Orlando“ mit Bejun Mehta in der Titelpartie heraus (B’Rock/Jacobs). 2015 wurde Bejun Mehta mit dem Traetta Prize ausgezeichnet.

Bejun Mehta schlug außerdem neue Pfade als Dirigent und Mentor ein: Er dirigierte eine Konzertserie mit Werken von Haydn und Mozart und gab Meisterkurse beim Young Singers Project im Rahmen der Salzburger Festspiele.

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