Ruth Killius

Ruth Killius

versteht es wie kaum eine andere Künstlerin ihr Instrument zu nutzen um die umfangreiche Violaliteratur von Klassik bis Modern zu Gehör zu bringen. Durch ihre Vielseitigkeit verleiht sie dem Instrument eine neue Bedeutung. Besonders durch ihr Interesse und Engagement für zeitgenössische Musik gelingt es ihr die Viola fest als Bestandteil des musikalischen 21. Jahrhunderts zu verankern.
Das Standardrepertoire für ihr Instrument erweitert Ruth Killius, die bei Ulrich Koch und Kim Kashkashian studierte, mit zeitgenössischer Musik. Sie wirkte in zahlreichen Uraufführungen mit, z.B. in Brian Ferneyhoughs Streichtrio mit Mitgliedern des Genfer Ensembles Contrechamps und in Elliott Carters Oboenquartett mit Heinz Holliger und inspiriert auch Komponisten: Im Auftrag der Salzburger Festspiele schrieb Heinz Holliger für sie mit "Janus" ein Doppelkonzert für Violine, Viola und kleines Orchester. Die Uraufführung des dem Duo Thomas Zehetmair und Ruth Killius gewidmeten Doppelkonzerts „That Subtle Knot“ mit den Royal Northern Sinfonia hat außrdem groß Aufmerksamkeit erhalten.
Zusammen mit Thomas Zehetmair grüdete Ruth Killius 1994 das Zehetmair Quartett, das inzwischen zu den fürenden Streichquartetten gehöt. Eine Aufnahme mit den Streichquartetten Nr. 4 von Hindemith und Nr. 5 von Bartó wurde in den Medien als Referenzaufnahme besprochen und erhielt den Diapason d'Or des Jahres. Das jügst veröfentlichte Album des Ensembles ist Beethoven, Bruckner, Hartmann und Holliger gewidmet.
Für ECM hat Ruth Killius zusammen mit Heinz Holliger und Thomas Demenga eine CD mit Werken von Elliott Carter und Isang Yun aufgenommen. Die beim Label Glossa erschienene Aufnahme mit Mozarts "Sinfonia Concertante" und dem Orchestra of the Eighteenth Century unter der Leitung von Frans Brügen erregte ebenso groß Aufmerksamkeit. Als nähste Veröfentlichung ist die Einspielung von Bartós Konzert fü Viola sowie Caskens Doppelkonzert „hat Subtle Knot“ in Vorbereitung.
Im Duo mit Thomas Zehetmair ist Ruth Killius in zahlreichen Musikzentren zu höen. Bei ECM erschien im Mäz 2011 das viel beachtete Album "Manto and Madrigals", inspiriert von Scelsis "Manto" fü einen singenden Viola-Spieler mit Werken u.a. von Bartó, Holliger und Martinů.