Schlosskapelle

Die Schlosskapelle im Dresdner Residenzschloss, von Kurfürst Moritz in Auftrag gegeben, bildete von der Mitte des 16. bis Ende des 17. Jahrhunderts den geistlichen Mittelpunkt des Kurfürstentums Sachsen. Ihrer Bedeutung als Hauptkirche des Anführers der lutherischen Reichsstände entsprechend war sie mit Malereien und Skulpturen ausgeschmückt, gekrönt von einem prachtvollen Schlingrippengewölbe. Die Konversion Augusts des Starken ließ die protestantische Kapelle bedeutungslos werden, 1737 wurde sie abgebrochen und durch Verwaltungsräume ersetzt.
Im Zuge der Wiedererrichtung des Residenzschlosses ließ sich die Raumkubatur der Kapelle wieder herstellen, 2010-13 erfolgte die Rekonstruktion des Gewölbes.
Die ehemalige Wirkungsstätte von Kapellmeister Heinrich Schütz ist seit 2013 als kleiner Konzertsaal in Gebrauch, und im Programm der Dresdner Philharmonie ein Ort musikalischer Experimente –in der Begegnung historischer Aufführungsstilen mit spannenden Uraufführungen.

Erbaut: 1551-53/ Rekonstruktion 2010-13

Architekt: Melchior Trost

Maße Innenraum: 10,2m breit, 21,8m lang

Nachhallzeit: 0,96 sec. (vollbesetzt)

Sitzplätze: 271

 

Uraufführungen:

Heinrich Schütz: „Psalmen Davids“ (1619), „Symphoniae Sacrae“ I (1629), „Kleine geistliche Konzerte“ (1636, 1639)

 

Werke in der Spielzeit 2016 | 17 in der Schlosskapelle:

Antonio Vivaldi: Concerto grosso d-Moll für zwei Violinen, Violoncello, Streicher und Basso continuo (aus „L'estro armonico") RV 565

Georg Muffat: Suite aus der Oper „Rodrigo" HWV 5

Georg Philipp Telemann: Concerto D-Dur für zwei Violinen, Fagott, Streicher und Basso continuo TWV 53:D4

zum Sitzplan

SK
Schlosskapelle
  • Detaillierte Information

    Adresse
    Taschenberg 2 • 01067 Dresden

    Eingänge
    Eingang über Schlossstrasse

    Parken
    Tiefgarage »An der Frauenkirche« • Tiefgarage »Altmarkt«

    Bus & Bahn
    Hst. Postplatz, Tram 1, 2, 4, 8, 9, 11, 12 | Bus 75, 94
    Hst. Theaterplatz Tram 4, 8, 9

    Taxistand
    Taxi-Bestellservice: ja

    Garderobe
    ja, im Untergeschoss

    Sitzplätze
    200

    Rollstuhlfahrer
    Ebenerdiger Eingang über Holztür im Schlosshof

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