Elisabeth Kulman

Artist in Residence 2020|2021

© Julia Wesely

Elisabeth Kulman zählt zu den gefragtesten Sängerinnen und Künstlerpersönlichkeiten der internationalen Klassikwelt. Sie begeistert Publikum und Kritik mit ihrem warmen, farbenreichen Timbre, mit Charisma und kreativer Eigenständigkeit.

Besonderes Lob finden Elisabeth Kulmans dramaturgisch „durchkomponierte“ Liederabende mit ihrem langjährigen Klavierpartner Eduard Kutrowatz. Regelmäßige Auftritte bei der Schubertiade Schwarzenberg Hohenems und anderen bedeutenden Lied-Festivals sowie CDs dokumentieren ihre gemeinsame Arbeit. Ihrem Dresdner Publikum stellt sie sich mit einem Programm vor, in dem sie Werke von Brahms, Loewe, Schubert und Wolf singt.

Ihre Multi-Genre-Musikshow „La femme c’est moi“, mit der sie auch zur Dresdner Philharmonie kommt, präsentiert sie in bedeutenden Sälen von Wien bis Tokio. Mit Raffinesse und feinem Humor verschmilzt Elisabeth Kulman darin verschiedene Musikstile von Oper, klassischem Lied über Musical bis Pop zu stimmiger Einheit und zeigt ihre virtuose Wandelbarkeit. Wichtiger Partner ist ihr dabei der Wiener Arrangeur Tscho Theissing. Mit ihm entstanden auch Bearbeitungen von Zarah Leander-Songs für das ZDF-Silvesterkonzert 2017 unter Christian Thielemann, „Mussorgsky Dis-Covered“ mit einem internationalen Jazzquartett sowie „Hungaro Tune“ mit Symphonieorchester und Jazzsolisten.

Nach einer fast zwanzigjährigen internationalen Opernkarriere mit allen wichtigen Fachpartien von Gluck über Wagner und Verdi bis Weill entschloss sich Elisabeth Kulman im Jahr 2015, ihren Schwerpunkt auf Konzerte zu verlegen. Sie ist regelmäßiger Gast bei den führenden Orchestern der internationalen Musikmetropolen und singt ein weitgespanntes Repertoire unter Dirigenten wie Kirill Petrenko, Christian Thielemann, Simon Rattle, Philippe Jordan, Herbert Blomstedt, Zubin Mehta, Teodor Currentzis und Marek Janowski. Eine besonders enge Zusammenarbeit verband sie mit Nikolaus Harnoncourt. In Gustav Mahlers „Kindertotenliedern“ wird sie in Dresden ein eindrückliches Zeugnis ihrer Gestaltungskraft geben. Und mit Arnold Schonbergs „Pierrot lunaire“ widmet sie sich einem Schlüsselwerk der Klassischen Moderne, das an jede Interpretin außerordentliche Anforderungen stellt.

Ihre Ausbildung erhielt Elisabeth Kulman an der Wiener Musikuniversität bei Helena Lazarska. 2001 debütierte sie an der Wiener Volksoper mit der Sopran-Partie der Pamina. 2005 wechselte sie in das dramatische Mezzosopran- und Altfach. Als Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper avancierte sie rasch zum Publikumsliebling. Sie ist Mitbegründerin des Vereins „art but fair“, Betreiberin des Youtube-Kanals „What’s Opera Doc“ und Initiatorin von „#voiceit für eine Kultur der Würde“.