#(Auf)Wiederhören

Vielleicht hätten Sie ein Konzert gern besucht, konnten das aber nicht möglich machen, oder sie haben eines unser Konzerte besucht und möchten das eine oder andere Werk nochmals hören, oder aber Sie waren noch nie in einem unserer Konzerte und wollen sich dennoch einen Eindruck verschaffen?
Um solchen Wünschen und Bedürfnissen entgegenzukommen, werden wir einige unserer Konzerte oder Teile dieser Konzerte in Bild und Ton aufzeichnen und als Stream zur Verfügung stellen. Das können Livemitschnitte von Konzerten sein oder aber unter Studiobedingungen auf der Bühne unseres Konzertsaales realisierte Produktionen einzelner Werke.

Stefan Frenkel: Sonate für Violine solo (1923)

GESPIELT VON WOLFGANG HENTRICH

Stefan Frenkel (1902 – 1979)
Sonate für Violine solo (1923)

Stück aus dem ursprünglich am 25. November 2020 geplanten Konzert "Hommage à Stefan Frenkel und Szymon Goldberg".

Wolfgang Hentrich | Violine

Wolfgang Hentrich hat diese Sonate wiederentdeckt, von deren Existenz nicht einmal die in den USA lebenden Nachkommen Stefan Frenkels etwas gewusst haben. Frenkel war von 1924 bis 1927 gemeinsam mit Szymon Goldberg Konzertmeister der Dresdner Philharmonie. Wahrscheinlich hat dieses Werk nur der junge Stefan Frenkel selbst im Repertoire gehabt, und mit Sicherheit ist die Sonate seit vielen Jahrzehnten nicht gespielt worden. Wenngleich das Konzert HOMMAGE À STEFAN FRENKEL UND SZYMON GOLDBERG jetzt nicht stattfinden kann, hat Wolfgang Hentrich die Sonate auf der Bühne des Kulturpalastes eingespielt und Sie können die Sonate hier vielleicht sogar als Weltpremiere exklusiv hören.

Das Programmheft zum Konzert am 25. November 2020:

Schattensucher

Wolfgang H. Scholz (* 1958) / Rainer Promnitz (* 1958)
Schattensucher“ (1994/2020)

Mitschnitt der Uraufführung der Neufassungen von Film und Musik vom 3. Oktober 2020 im Kulturpalast Dresden.

Mitglieder der Dresdner Philharmonie
Jonathan Stockhammer
| Dirigent

Am 3. Oktober 2020 fand im Rahmen der Thementage aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit ein Konzert mit einem Ensemble aus Mitgliedern der Dresdner Philharmonie statt. Auf dem Programm stand unter anderem eine Neufassung des Films „Schattensucher“ von Wolfgang H. Scholz mit der live zum Film gespielten Musik von Rainer Promnitz. Der Film führt uns in das Dresden der Jahre nach 1990, also in die turbulente Nachwendezeit, genauer gesagt in die Quartiere rund um den Schillerplatz. Das zentrale Thema des Films ist Erinnerung – nicht im nostalgischen Sinne, sondern gespeist aus dem Wissen, dass nur der seine Gegenwart verstehen und seine Position bestimmen kann, der seine Vergangenheit kennt. Einerseits begibt sich der Autor auf die Spuren der eigenen Kindheit, imaginiert durch einen Jungen, durch dessen Augen die Stätten und Landschaften von einst betrachtet werden. Gleichzeitig kommen aber auch die Bewohner der Gegenden beiderseits des Blauen Wunders zu Wort und werden Erinnerungen lebendig in einer sich im Umbruch befindlichen Gegenwart.
Wofgang H. Scholz und Rainer Promnitz haben eine etwa halbstündige Neufassung von Film und Musik erstellt, die in den Kontext eines Konzertes eingebunden werden kann und in diesem Programm ihre Uraufführung erlebte.
Wir zeigen hier die Neufassung des Films mit der unterlegten Tonspur der von Deutschlandfunk Kultur mitgeschnittenen Aufführung: Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie ab und zu Publikumsreaktionen hören können.

Programmheft zu den Thementagen am 2. | 3. Oktober 2020

Informationen zum Konzert "Schattensucher", finden Sie ab Seite 21.