Michael Sanderling

Chefdirigent

Michael Sanderling © Markenfotografie

Michael Sanderling © Markenfotografie

Die Konzertsaison 2018/2019 ist Michael Sanderlings achte als Chefdirigent der Dresdner Philharmonie. Sein Name verbindet sich mit einem hohen musikalischen und technischen Anspruch, konzentrierter Probenarbeit und Konzertereignissen von unvergesslicher Intensität. Die großen Erfolge bei den jüngsten Tourneen nach Japan, Südkorea und England zeigen, dass Sanderling die Dresdner Philharmonie durch seine Arbeit in kurzer Zeit zur Höchstform gebracht hat.

In dieser Saison wird Michael Sanderling mit seinem Orchester und namhaften Solisten wie Julia Fischer, Beatrice Rana und Herbert Schuch u.a. in Japan, Korea, Argentinien, Chile, Brasilien sowie in Köln, Budapest, Warschau und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern zu Gast sein.

Zur Saisoneröffnung dirigiert Michael Sanderling die Uraufführung eines Auftragswerks von Fazıl Say. Einen besonderen Programmschwerpunkt bilden erneut Werke von Dmitri Schostakowitsch im Zusammenhang mit der Vollendung der Gesamtaufnahme sämtlicher Sinfonien von Beethoven und
Schostakowitsch. Bereits die ersten bei Sony Classical erschienenen CDs haben mit überraschenden Bezügen die Tragfähigkeit der Gegenüberstellung dieser beiden großen Sinfoniker bewiesen und ein neues Kapitel in der Diskographie der Dresdner Philharmonie aufgeschlagen.

Weitere Höhepunkte werden Konzerte mit Mahlers Neunter Sinfonie und der Saisonabschluss mit Julia Fischer, der langjährigen künstlerischen Partnerin Sanderlings, als Solistin sein.

Michael Sanderling ist einer der ganz wenigen, deren Weg vom Orchestermusiker und Solisten in die Top-Liga der Dirigenten führte. 1987 wurde der gebürtige Berliner im Alter von 20 Jahren Solo-Cellist des Gewandhausorchesters Leipzig unter Kurt Masur, von 1994 bis 2006 war er in gleicher Position beim Rundfunk Sinfonieorchester Berlin tätig. Als Solist gastierte er u.a. beim Boston Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic und Orchestre de Paris, als passionierter Kammermusiker war er acht Jahre lang Mitglied des Trios Ex Aequo.

Im Jahr 2000 trat er beim Kammerorchester Berlin erstmals ans Dirigentenpult, 2006bis 2010 war er Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Kammerakademie Potsdam. Als Gastdirigent leitet er regelmäßig das Gewandhausorchester Leipzig, das Tonhalle Orchester Zürich, die Münchner Philharmoniker, das Konzerthausorchester Berlin, das Toronto Symphony Orchestra, das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und die Sinfonieorchester des SWR und WDR. Sein Debüt gibt er demnächst bei den Berliner Philharmonikern, beim Orchestre de Paris, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Vancouver Symphony Orchestra, der Tschechischen Philharmonie, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, dem Seoul Philharmonic Orchestra und dem Tschaikowski Sinfonieorchester Moskau.

Erfolge als Operndirigent feierte er mit Philip Glass’ „e Fall of the House of Usher“ in Potsdam und mit Sergei Prokoews „Krieg und Frieden“ an der Oper Köln. Als Cellist und Dirigent nahm er bedeutende Werke u.a. von Dvorák, Schumann, Schostakowitsch, Prokoew und Tschaikowski auf CD auf.

Eine Herzensangelegenheit ist Michael Sanderling die Arbeit mit dem musikalischen Nachwuchs. Die Kurt Masur Akademie – Orchesterakademie der Dresdner Philharmonie, deren Gründung durch sein Engagement und die besondere Verbundenheit von Kurt Masur mit der Dresdner Philharmonie ermöglicht wurde, trägt durch die Einladung von jungen internationalen Musikern dazu bei, die besondere Klangkultur des Traditionsorchesters an die Spitzenkräfte der neuen Generation weiterzugeben und gleichzeitig mit deren Impulsen die Zukunftsfähigkeit des Orchesters zu sichern.

Darüber hinaus unterrichtet er als Professor an der Musikhochschule Frankfurt am Main und arbeitet regelmäßig mit dem Bundesjugendorchester, dem Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar, der Jungen Deutschen Philharmonie sowie mit dem Schleswig-Holstein Festival Orchestra zusammen. Von 2003 bis 2013 war er der Deutschen Streicherphilharmonie als Chefdirigent verbunden.

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