• Philharmonisches Kammerorchester Dresden © Björn Kadenbach Philharmonisches Kammerorchester Dresden © Björn Kadenbach

150 Jahre Phil - Festwoche
Konzertsaal im Kulturpalast
15 € | 9€ Schüler, Studenten


Hommage à Stefan Frenkel und Szymon Goldberg

Dresdner Abend

Aufgrund der aktuellen Situation muss dieses Konzert leider ersatzlos abgesagt werden.
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#WEITER HÖREN

Stefan Frenkel: Sonate für Violine solo (1923) gespielt von Wolfgang Hentrich
Stefan Frenkel (1902 – 1979)
Sonate für Violine solo (1923)

Wolfgang Hentrich hat diese Sonate wiederentdeckt, von deren Existenz nicht einmal die in den USA lebenden Nachkommen Stefan Frenkels etwas gewusst haben. Frenkel war von 1924 bis 1927 gemeinsam mit Szymon Goldberg Konzertmeister der Dresdner Philharmonie war. Wahrscheinlich hat dieses Werk nur der junge Stefan Frenkel selbst im Repertoire gehabt, und mit Sicherheit ist die Sonate seit vielen Jahrzehnten nicht gespielt worden. Wenngleich das Konzert HOMMAGE À STEFAN FRENKEL UND SZYMON GOLDBERG jetzt nicht stattfinden kann, hat Wolfgang Hentrich die Sonate auf der Bühne des Kulturpalastes eingespielt und Sie können die Sonate hier vielleicht sogar als Weltpremiere exklusiv hören.


Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Konzert für drei Violinen, Streicher und Basso continuo D-Dur

Wir empfehlen eine überaus lebendige und gleichzeitig historisch informierte Aufführung mit dem Freiburger Barockorchester. Die Solisten sind Petra Müllejans, Gottfried von der Goltz und Anne Katharina Schreiber.
https://www.youtube.com/watch?v=PUnDjDUUglU


Paul Hindemith (1895 – 1963)
Trauermusik für Bratsche und Streicher (1936)

Authentischer geht es nicht: Paul Hindemith ist der Solist in dieser Aufnahme mit dem RCA Victor Orchestra unter Leitung Bruno Reibold aus dem Jahr 1929. Bemerkenswert ist das streckenweise portamentoreiche Spiel (die Verbidnung mancher Töne durch flüchtige Glissandi) sowohl vom Solisten als auch dem Orchester – Teil einer heute weitgehend abhanden gekommenen Spielkultur.

https://www.youtube.com/watch?v=hTPM-Ts6czo

 

Béla Bartók (1881 – 1945)
Rumänische Volkstänze (1915)

Die Rumänischen Volkstänze möchten wir ihnen hier nicht in der Einrichtung für Streichorchester vorstellen, sondern in einer Aufnahme mit dem Komponisten am Klavier. Zu dieser Aufnahme findet sich ein bemerkenswerter Kommentar des Pianisten Tibor Szász: „I discovered this recording in 1970 in Madison, Wisconsin, USA, and gave it to Bartók‘s son Bála with whom I toured the USA. He did not believe it was Bartók playing. But IT IS Bartók – a piano roll. A study was published in Hungary. I heard all Bartók recordings at 16 (except his roll recordings). This is the only recording in existence where Bartók plays his unpublished CONCERT VERSION with extra notes.“ Wenn diese Aussage stimmt, müsste die Aufnahme knapp nach 1915 entstanden sein – fast unglaublich angesichts der guten Aufnahmequalität.

https://www.youtube.com/watch?v=cW4AHmTzyMo

 


Joseph Haydn (1732 – 1809)
Sinfonie Nr. 1 D-Dur (1757)

Die geplante Aufführung von Haydns Erster Sinfonie gibt uns Gelegenheit, Sie auf eine Website aufmerksam zu machen, auf der Haydns mehr als einhundert Sinfonien in vorbildlicher Weise präsentiert werden. Sie erhalten dort Informationen zu den einzelnen Werken, können die Partitur mitlesen und alle Werke anhören. Hier der Link zu einer Einspielung mit Antal Dorati, der die Sinfonien in den frühen siebziger Jahren eingespielt hat.

https://www.haydn107.com/Sinfonien/1#media

 

Franz Schubert (1797 – 1828)
Rondo A-Dur für Violine und Streichorchester D 438 (1816)

Gar nicht so einfach war es, eine wirklich überzeugende Aufnahme von Schuberts Rondo D 438 zu finden. Letztlich erschien uns von den frei verfügbaren Aufnahmen diejenige mit Gidon Kremer und dem Chamber Orchestra of Europe am überzeugendsten. Allzu oft gerät der langsame erste Teil des Werkes zu behäbig. Dieser Gefahr entgehen Interpreten in dieser Einspielung aus den frühen 1990er Jahren und überzeugen auch sonst mit nuancenreichem Spiel.

https://www.youtube.com/watch?v=YwjVIq4Y57I

 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Serenade G-Dur KV 525 „Eine kleine Nachtmusik“ (1787)

Zum Schluss Mozarts „Kleine Nachmusik“ in einer Aufnahme mit dem Concentus Musicus Wien unter Nikolaus Harnoncourt. Der Autor dieser Zeilen erinnert sich noch lebhaft, dass es die Mozart-Einspielungen mit Harnoncourt waren, die sein Interesse an dessen Musik überhaupt erst nachhaltig geweckt haben: In seinen Interpretationen klang diese Musik expressiv, manchmal wild, oft leidenschaftlich, immer spannungsreich und war aller klanglicher Zuckerguss, der diese Musik so oft entstellte, verschwunden.

1. Satz: https://www.youtube.com/watch?v=UrCuPcSVinA
2. Satz: https://www.youtube.com/watch?v=MP4n80cf7GQ
3. Satz: https://www.youtube.com/watch?v=YHMmQj-60s8
4. Satz: https://www.youtube.com/watch?v=8DTCTyEF1w8

Stefan Frenkel
Sonate für Violine solo (1923)
Johann Sebastian Bach
Konzert für drei Violinen, Streicher und Basso continuo D-Dur
Paul Hindemith
›Trauermusik‹ für Bratsche und Streicher (1936)
Béla Bartók
›Rumänische Volkstänze‹ (1915)
Fassung für Streichorchester (1936)
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 1 D-Dur (1757)
Franz Schubert
Rondo A-Dur für Violine und Streichorchester (1816)
Wolfgang Amadeus Mozart
Serenade G-Dur KV 525
›Eine kleine Nachtmusik‹ (1787)

Prof. Wolfgang Hentrich | Violine, Leitung
Stephen Waarts | Violine
Heike Janicke | Violine
Prof. Ralf-Carsten Brömsel | Violine
Hanno Felthaus | Viola
Jens Schubbe | Moderation
Philharmonisches Kammerorchester Dresden