• René Pape © Claudia Leopold René Pape © Claudia Leopold

Philharmonie im Kulturpalast
Konzertsaal im Kulturpalast
39 € | 33 € | 25 € | 18 €
9 € Schüler, Studenten


René Pape im Kulturpalast

Klänge des Abschieds

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#WEITER HÖREN:

Maurice Ravel (1875 – 1937)
„Don Quichotte à Dulcinee“ – drei Gedichte von Paul Morand (1933)
Chanson romanesque
Chanson épique
Chanson à boire

Ravels Gesänge wurden kurz vor der öffentlichen Uraufführung 1934 im Studio in Anwesenheit Ravels für die Schallplatte produziert. Martial Singher (Bariton) war der Solist. Das Orchestre Colonne wurde von Paul Paray geleitet. Diese » Aufnahme hat sich erhalten.


Igor Strawinski (1882 – 1971)
Symphonies d’instruments à vent (1920/1947)

Strawinskis Sinfonien für Blasinstrumente existieren in zwei Versionen. Die frühe Fassung aus dem Jahr 1920 ist minimal größer besetzt als die spätere Version von 1947 und sie fordert einige selten zu hörende Instrumente: Alt-Flöte und Alt-Klarinette. Während die frühe Fassung etwas weicher und farbiger klingt, ist die späte Fassung klanglich härter konturiert. Unter den folgenden Links können Sie beide Fassungen hören und zudem noch den Choral für Klavier, der die Keimzelle des Werkes darstellte und in den Symphonies am Ende zu hören ist.

» Choral für Klavier (1920)
Peter Hill | Klavier

» Symphonies d’instruments à vent (in der Fassung von 1920)
New Zealand Symphony Orchestra
En Shao | Dirigent

» Symphonies d’instruments à vent (in der Fassung von 1947)
London Sinfonietta
Esa-Pekka Salonen | Dirigent


Gustav Mahler (1860 – 1911)
Zwei Lieder für Singstimme und Orchester nach Texten von Friedrich Rückert:
„Um Mitternacht“ (1899 oder 1900)
„Ich bin der Welt abhanden gekommen“ (1901)

Wir möchten Ihnen eine Einspielung aus dem Jahr 1980 mit Siegfried Lorenz (Bariton) und dem Berliner Sinfonie-Orchester unter Leitung von Günther Herbig empfehlen. Sowohl der Sänger als auch der Dirigent und das Orchester treffen die perfekt die schwer zu realisierende Balance zwischen musikalischer Intensität und nötiger Zurückhaltung, um dem erzählenden Gestus dieser Lieder gerecht zu werden.

» „Um Mitternacht“
» „Ich bin der Welt abhanden gekommen“


Franz Schubert (1797 – 1828)
Sinfonisches Fragment D 936A
Allegro maestoso
Andante
Scherzo (Allegro moderato)

Von Schuberts im Herbst 1828 kurz vor seinem Tod entstandenem Sinfonischen Fragment D 936A liegen mittlerweile mehrere Rekonstruktionen vor, die zum Teil deutlich voneinander abweichen.
Wir stellen Ihnen alle uns bekannten kompletten Einspielungen vor. Die » älteste – und uns nach wie vor am überzeugendsten scheinende – hat Peter Gülke mit der Staatskapelle Dresden vorgelegt, der 1979 seine eigene Version des Schubertschen Entwurfs mit der Staatskapelle Dresden aufgenommen hat.

Aus den frühen 1980er Jahren datiert die » Rekonstruktion von Brian Newbould, die sich von Gülkes Fassung in vielen Details der Instrumentation, der Lesart mancher Passagen der Skizzen unterscheidet und insgesamt mehr auf eine – freilich hypothetische – vollendete Gestalt zielt. Diese » Fassung hat Neville Marriner mit der Academy of St. Martin-in-the-Fields eingespielt. Nach Michael Kube beweist Newbould in seiner Rekonstruktion großes stilistisches Einfühlungsvermögen. Dies konzedieren wir gern, meinen aber, dass die Einspielung mit Marriner fast durchgängig auf zu rasche Tempi setzt, so dass die Abgründe des Werkes allzu sehr einem eher geglätteten klassizistischen Ideal geopfert werden

Die Fassung von Pierre Bartholomée gibt sich weit weniger zurückhaltend als diejenigen von Gülke und Newbould und erscheint sehr viel bunter instrumentiert. Der Satz ist durch hinzugefügte Gegenstimmen streckenweise erheblich verdichtet. Manche Passagen sind komplett neu erfunden. In seiner Einspielung mit dem Orchestra Philharmonique de Liege erweist sich Bartholomée als zupackender Interpret, der die Extreme nicht scheut, freilich auch nicht den knalligen Effekt. Sehr fragwürdig erscheint seine Entscheidung, in das Sinfonische Fragment D 936A einen Satz aus dem 1821 entstandenen Entwurf D 708A als Scherzo einzufügen, um dem klassischen viersätzigen Schema zu entsprechen (3.Satz).
» 1. Satz
» 2. Satz
» 3. Satz
» 4. Satz

Schließlich sei noch auf Luciano Berios Komposition » „Rendering“ hingewiesen. Dabei handelt es sich nicht um eine Rekonstruktion, sondern um eine Art komponierten Dialog des italienischen Komponisten mit Franz Schubert über die Distanz von mehr als eineinhalb Jahrhunderten hinweg: Schuberts Fragmente werden gleichsam in die Klangwelt des zwanzigsten Jahrhunderts eingebettet. Hier eine Aufnahme, die Luciano Berio mit dem Orchestra Alessando Scarlatti di Napoli della RAI 1992 eingespielt hat.


Das Programm in Kürze:

Maurice Ravel
›Don Quichotte à Dulcinée‹ Liederzyklus
Igor Strawinski
Symphonies pour instruments à vent
Gustav Mahler
›Ich bin der Welt abhanden gekommen‹
›Um Mitternacht‹
Franz Schubert
Sinfonisches Fragment D 936 A

Sebastian Weigle | Dirigent
René Pape | Bass
Dresdner Philharmonie


  • Um 18.30 findet im Veranstaltungsraum der Bibliothek im 1. Obergeschoss eine Konzerteinführung statt. Der Zutritt ist aufgrund der eingeschränkten Platzkapazitäten nur mit einem kostenfreien Ticket möglich.

  • Konzert

    Die Musik von Strawinski und Ravel einerseits sowie von Mahler und Schubert andererseits ist stilistisch und ästhetisch denkbar weit voneinander entfernt, und doch sind alle Werke untergründig miteinander verbunden. Es sind Klänge des Abschieds. Strawinkis „Symphonies“ sind dem Andenken an Claude Debussy gewidmet. Ravels Gesänge sind seine letzte Komposition, gleiches gilt auch von Schuberts Sinfonischem Fragment D 935A aus dem Jahr 1828, während eines der Mahler-Lieder von einem kündet, der der Welt abhanden gekommen ist.

  • Um 17.00 findet im Veranstaltungsraum der Bibliothek im 1. Obergeschoss eine Konzerteinführung statt. Der Zutritt ist aufgrund der eingeschränkten Platzkapazitäten nur mit einem kostenfreien Ticket möglich.

  • Konzert

    Die Musik von Strawinski und Ravel einerseits sowie von Mahler und Schubert andererseits ist stilistisch und ästhetisch denkbar weit voneinander entfernt, und doch sind alle Werke untergründig miteinander verbunden. Es sind Klänge des Abschieds. Strawinkis „Symphonies“ sind dem Andenken an Claude Debussy gewidmet. Ravels Gesänge sind seine letzte Komposition, gleiches gilt auch von Schuberts Sinfonischem Fragment D 935A aus dem Jahr 1828, während eines der Mahler-Lieder von einem kündet, der der Welt abhanden gekommen ist.