• Christoph Pohl © Jochen Quast Christoph Pohl © Jochen Quast

Konzertsaal im Kulturpalast

Kammerkonzert

Sechs Streicher

Ein philharmonisches Streichsextett spielt Brahms, Eisler und Henze.

„Lange, sentimentale Stücke“? Johannes Brahms irrte, als er das im Rückblick über seine frühen Streichsextette sagte. Gerade sie waren ist, die dem jungen Komponisten den Durchbruch brachten. Und noch heute betören sie geradezu mit ihrer melodischen Schönheit, und von Langweile kann schon gar keine Rede sein. Kurzweilig geht es auch bei den „Ernsten Gesängen“ von Hanns Eisler zu. Jedoch nicht gerade fröhlich, Eisler meinte selbst: "Es ist ein Gebot der Ehrlichkeit, die Dinge zu benennen, die wir schwer durchlebt haben. Es wäre mir lieber gewesen, einen feschen Marsch zu schreiben. Aber dieses Mal will ich keinen feschen Marsch schreiben, sondern ernste Gesänge". Anrührend, ernst und dennoch leicht und schließlich auch mit einem Funken Hoffnung – in unserem Konzert singt sie Bariton Christoph Pohl.

Johannes Brahms
Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18 (1860)
Hans Werner Henze
Fantasia für Streichsextett (1966)
Hanns Eisler
„Ernste Gesänge“ für Bariton und Streicher (1962)

Christoph Pohl | Bariton
Adela Bratu | Violine
Eva Dollfuß | Violine
Yukiko Inose | Violine
Hanno Felthaus | Viola
Florian Richter | Viola
Dorothea Plans Casal | Violoncello
Matthias Wilde | Violoncello
Christoph Berner | Klavier