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Kulturpalast
Freier Eintritt

ABGESAGT - Streitbar! - Wie frei darf Kunst sein?

„Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.“ Dieser Satz steht im Grundgesetz und ist die rechtliche Grundlage für die Kunstfreiheit in Deutschland. Mit dem Slogan „Kein Cent für politisch motivierte Kunst“ warb die Partei Alternative für Deutschland (AfD) hingegen in den letzten Kommunal-, Europa- und Landtagswahlkämpfen. Ihre Abgeordnete kritisierten u. a. im Bundestag und in den Landesparlamenten von Berlin, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt konkrete Spielpläne von Theatern und die Förderung freier Kunstprojekte. In diesem Jahr wiederum lud der Verein der Leipziger Jahresausstellung den Künstler Axel Krause, der Positionen der AfD vertrat und Mitglied im Kuratorium der parteinahen Stiftung ist, von der Teilnahme aus.
In Dresden forderte die AfD, Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste nicht länger mit öffentlichen Mitteln zu finanzieren. Das Staatsschauspiel brachte mit „Das Blaue Wunder“ ein AfD-kritisches Stück zur Premiere. Anlass genug, dass wir in Dresden im Zuge der Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ fragen: Wie frei darf, soll und kann die Kunst in politischen Debatten sein? Ist künstlerische Kritik an Parteien und politischen Positionen legitim? Beschränkt die Androhung finanzieller Kürzungen die Kunstfreiheit des Grundgesetzes?
Dazu diskutieren auf dem Podium der vierten Ausgabe von „Streitbar!“, der Diskussionsreihe des Kulturhauptstadtbüros Dresden 2025:

Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiels Dresden
Bernd Lommel, Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion Sachsen
Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen
Moderation: Nadine Lindner, Deutschlandfunk

Die Veranstaltung wurde abgesagt.