Alisa Weilerstein

Alisa Weilerstein

In der Saison 2018/19 veröffentlichte Weilerstein die CD „Transfigured Night“ auf dem Pentatone-Label. Zusammen mit Norwegens Trondheim Soloists hat sie drei Meisterwerke der ersten und zweiten Wiener Schule eingespielt: das Erste und Zweite Cellokonzert von Joseph Haydn und Schönbergs „Verklärte Nacht“, die dem Album seinen Titel gibt. Zwei Aufführungen der Musik auf dem Album in Skandinavien mit denselben Mitwirkenden eröffneten die Saison. Im Frühjahr kehrte sie zur Verklärten Nacht zurück, diesmal in einer Trio-Version, als sie mit dem Pianisten Inon Barnatan, mit dem sie häufig gemeinsam auftritt, dem Geiger Sergey Khatchtryan und dem Schlagzeuger Colin Currie auf Tournee durch Europa und die USA ging. Dazwischen brachte sie Schostakowitschs Zweites Cellokonzert mit fünf verschiedenen Orchestern zu Gehör (Göteborger Philharmoniker, Orquesta Nacional de España, Orchestre de Chambre de Lausanne, Valencia Orchestra, und Toronto Symphony) und bereiste zusammen mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung von Semyon Bychkov mit Dvořáks Cellokonzert die USA. Ferner führte sie mit den Rotterdamer Philharmonikern das Schumann-Konzert in Belgien und den Niederlanden auf und gastierte mit dem Ersten Cellokonzert von Saint-Saëns, Brittens Symphony for Cello and Orchestra, Richard Strauss’ „Don Quixote“ und Blochs „Schelomo: Rhapsodie Hébraïque“ in Städten von San Diego bis Wien. Zuletzt spielte sie das für sie geschriebene neue Cellokonzert von Matthias Pintscher, „Un despertar (An Awakening)“, das sie letzte Saison zur Uraufführung brachte, zweimal unter der Leitung des Komponisten, erst mit dem Kopenhagener DR SymfoniOrkestret und dann mit dem Concinnati Symphony Orchestra. Zwischen all diesen orchestralen Verpflichtungen lagen fünf vollständige Zyklen von Bachs Cello-Suiten in Beverly Hills, in der Bostoner Celebrity Series, beim Festival Saint-Denis in Paris, in der Hamburger Elbphilharmonie im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festival und für CalPerformances in Berkeley. Nach vielen Jahren, in denen sie die Suiten nur einzeln aufgeführt hat, war das letzte Jahr erst das dritte, in dem sie alle auf einmal spielt.

In den letzten Jahren spielte Weiterstein die Cellokonzerte von Edward Elgar und Elliott Carter mit Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin ein. Die CD wurde von BBC Music zur „Recording of the Year 2013” (Einspielung des Jahres 2013) ernannt und die Cellistin zierte das Titelblatt der Ausgabe von Mai 2014. Ihre Aufnahme des Dvořák-Cellokonzerts mit der Tschechischen Philharmonie stand an der Spitze der klassischen Charts in den USA. Ihre dritte CD, eine Auswahl von unbegleiteter Musik für Cello aus dem 20. Jahrhundert, betitelt „Solo“, wurde zu einem „kompromisslosen und der Sache nützlichen Portrait des Cello-Repertoires unserer Zeit“ ausgerufen (ResMusica, Frankreich). Das Hauptstück von „Solo“ ist die Sonate von Zoltán Kodály, ein Aushängeschild, das Weilerstein in der Musik zum Spielfilm „If I Stay“ mit Chloë Grace Moretz in der Hauptrolle (2014) wieder aufgriff, wo die Cellistin einen Kurzauftritt als sie selbst hat. 2015 veröffentlichte Weilerstein Aufnahmen der Sonaten von Chopin und Rachmaninow, dies war ihr Debüt-Album mit Inon Barnatan. Und 2016 brachte sie ihre CD mit den beiden Schostakowitsch-Konzerten mit dem Bayerischen Rundfunkorchester unter Pablo Heras-Casado heraus.

Zu den Meilensteinen in Weilersteins Karriere gehören eine emotional aufgewühlte Wiedergabe des Elgar-Konzerts mit den Berliner Philharmonikern und Barenboim in Oxford, England, und ein Auftritt im Weißen Haus für Barack und Michelle Obama. Als eifrige Vorkämpferin zeitgenössischer Musik hat sie bei mehreren Projekten von Osvaldo Golijov und Matthias Pintscher mitgewirkt und Werke von Lera Auerbach und Joseph Hallman uraufgeführt. Weilerstein, zu deren Auszeichnungen der Martin E. Segal Prize des New Yorker Lincoln Centers (2008) und der Leonard Bernstein Award (2006) gehören, ist Absolventin des Cleveland Institute of Music und der Columbia University in New York. Alissa Weilerstein leidet an Diabetes Typ 1 und ist „Celebrity Advocate” (prominente Fürsprecherin) der Juvenile Diabetes Research Foundation.

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