James Ehnes

James Ehnes

James Ehnes hat sich als einer der begehrtesten Violinisten auf der internationalen Bühne etabliert. Ausgestattet mit einer seltenen Kombination aus atemberaubenden Virtuosität, abgeklärter Lyrik und unbeugsamer Musikalität, ist Ehnes ein beliebter Gast vieler weltweit respektierter Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Marin Alsop, Sir Andrew Davis, Stéphane Denève, Mark Elder, Ivan Fischer, Edward Gardner, Paavo Järvi, Juanjo Mena, Gianandrea Noseda, David Robertson und Donald Runnicles. Die Liste der Orchester mit denen er zusammengearbeitet hat ist lang: die Sinfonieorchester aus Boston, Chicago, London und Wien, das NHK Sinfonieorchester, die Philharmoniker aus Los Angeles, New York, München und Tschechien, das Cleveland Orchestra, Philadelphia Orchestra, Philharmonia Orchestra und das DSO Berlin.

Neuere und kommende orchestrale Highlights sind Auftritte mit dem MET Orchestra und Gianandrea Noseda in der Carnegie Hall, dem Gewandhausorchester Leipzig und Alexander Shelley, dem Orchestre National de France und Edward Gardner, dem San Francisco Symphony und Marek Janowski, dem Frankfurter Radiosinfonieorchester und Andrés Orozco-Estrada, dem Hong Kong Philharmonic und Jaap van Zweden, und den Göteborger Sinfonikern und Kent Nagano, sowie sein Debüt mit dem London Philharmonic Orchestra in der Lincoln Hall im Frühjahr 2019. 2017 brachte Ehnes das Aaron-Jay Kernis Violin Concerto mit den Sinfonieorchestern aus Toronto, Seattle und Dallas zur Erstaufführung und spielte das Stück weitere Male mit dem Deutschen Sinfonieorchester und dem Melbourne Symphony Orchestra. Im selben Jahr gewann er den Royal Philharmonic Society Award als bester Instrumentalist.

Neben den Konzerten füllen auch Rezitals seinen Terminkalender. Ehnes spielt regelmäßig in der Wigmore Hall, der Carnegie Hall, dem Symphony Center Chicago, der Amsterdam Concertgebouw, und auf Festivals wie dem Ravinia, Montreux, Chaise-Dieu, dem White Nights in St. Petersburg, dem Verbier Festival, und dem Festival de Pâques in Aix-en-Provence. 2009 gab er mit den Paganini Capricci ein sensationelles Debüt bei den Salzberger Festspielen. 2016 unternahm Ehnes eine Rezital-Tournee durch Kanada, während der er in allen Provinzen und Territorien des Landes auftrat, um seinen 40. Geburtstag zu feiern.

Als Kammermusiker hat James Ehnes mit führenden Künstlern wie Leif Ove Andsnes, Gautier Capuçon, Louis Lortie, Nikolai Luganski, Yo-Yo Ma, Antoine Tamestit, Jan Vogler und Yuja Wang zusammengearbeitet. Im Jahre 2010 gründete er das Ehnes-Quartett, mit welchem er in europäischen Konzertsälen wie der Wigmore Hall, dem Auditorium du Louvre und dem Théâtre du Jeu de Paume auftritt. Er ist außerdem Intendant der Seattle Chamber Music Society.

James Ehnes‘ hat eine umfassende Diskografie veröffentlicht und mehrere Preise gewonnen, unter anderem einen Gramophone Award für seine Live-Aufnahmen des Elgar Concerto zusammen mit Sir Andrew Davis und dem Philharmonia Orchestra. Seine Aufnahmen der Korngold, Barber und Walton Violin Concertos wurden mit dem Grammy Award als Beste Performance eines Solisten, und dem JUNO Award als Bestes Klassikalbum des Jahres ausgezeichnet. Seine CD mit den Paganini Capricci brachte ihm allgemeines Lob, Diapason schrieb: „Ehnes bestätigt die Vorhersagen von Erick Friedman, dem angesehenen Schüler Heifetz‘: „So einer wie er kommt nur alle hundert Jahre auf die Welt“.“ Ehnes‘ kürzlich veröffentlichtes Album mit Bartók Concerti war für den Gramophone Award in der Kategorie Concerto nominiert. Andere Veröffentlichungen umfassen Sonaten von Beethoven, Debussy, Elgar und Respighi; Concertos von Britten, Schostakowitsch, Prokofiev und Walton; sowie das Violin Concerto von Beethoven zusammen mit dem Liverpool Philharmonic Orchestra und Andrew Manze, welches im Oktober 2017 erschien.

James Ehnes begann den Geigenunterricht im Alter von vier Jahren, mit neun wurde er der Protégé des renommierten kanadischen Geigers Francis Chaplin, sein Debüt mit dem Orchestre Symphonique de Montréal gab er, da war er gerade einmal 13 Jahre alt. 1997 schloss er seine Ausbildung an der Juilliard School ab und gewann den Peter Mennin Preis für herausragende musikalische Leistungen und Führung. Er ist ein Fellow der Royal Society of Canada und wurde 2010 zum Member oft he Order of Canada ernannt.

James Ehnes spielt eine „Marsick“ Stradivarius von 1715.