Solisten

Yulianna Avdeeva

Yulianna Avdeeva

Der Gewinn des prestigeträchtigen Internationalen Chopin-Wettbewerbs im Jahr 2010 markiert den Beginn der internationalen Karriere von Yulianna Avdeeva. Mit einer Kombination aus Klarheit, Energie und Eleganz gewinnt sie das Publikum, ebenso mit Ehrlichkeit, Bescheidenheit, Witz und feinem musikalischen Urteilsvermögen.
Dank ihrer künstlerischen Präsenz und Musikalität behauptet Yulianna Avdeeva einen Spitzenplatz unter den Interpreten ihrer Generation. Mit ihrem Debüt beim Los Angeles Philharmonic Orchestra beginnt Avdeeva die Saison 2019/20, denen sich erstmalige Auftritte mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Santtu-Matias Rouvali, dem Baltimore Symphony Orchestra und Marin Alsop sowie eine Wiedereinladung des Pittsburgh Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Mark Elder anschließen. Weitere Höhepunkte der Saison sind Einladungen des SWR Symphonieorchesters, des Gürzenich-Orchesters Köln sowie des Sinfonieorchester Basel. In ihrer Heimat Russland debütiert Avdeeva an der Zaryadye Concert Hall, nachdem sie kürzlich mit einem Rezital an der Sankt Petersburger Philharmonie zu erleben war.  
Als gern gesehener Gast im asiatischen Raum gibt Yulianna Avdeeva diese Saison ihr Debüt mit dem BBC Scottish Symphony, das sie anschließend als Solistin bei der ersten Ausgabe des Festivals BBC Proms in Japan unter der Leitung von Thomas Dausgaard begleitet. Zuletzt debütierte Avdeeva mit den Sinfonieorchestern aus Sydney und Melbourne und war mit dem New Japan Philharmonic, dem NHK Symphony Orchestra sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und den Bamberger Symphonikern auf Japan-Tournee zu erleben. Weitere Einladungen führten sie zu den Salzburger Festspielen und zum Lucerne Festival, zur Alten Oper Frankfurt und der Elbphilharmonie Hamburg, zum Boulez Saal, auf Europa-Tournee mit der Academy of St Martin in the Fields, zum Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und dem Royal Stockholm Philharmonic, zum Finnischen Radio-Sinfonieorchester, dem London Philharmonic Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Tchaikovsky Symphony Orchestra des Moskauer Rundfunks, dem Orchestre symphonique de Montréal, dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie zum Orchestre National de Lyon.
Yulianna Avdeevas ausdrucksstarke Darbietungen der Werke von Chopin erfahren einstimmige Anerkennung und bestätigen ihre hervorragende Stellung als eine der gefragtesten Interpretinnen der Musik Chopins. Sie pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit dem Fryderyk Chopin Institut sowie mit dem Warschaw Philharmonic Orchestra und dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks. Ihre dritte Soloeinspielung für das Label Mirare erschien in 2017. Mit dem Orchestra of the Eighteenth Century unter der Leitung von Frans Brüggen spielte sie beide Chopin-Klavierkonzerte ein und trug zu der Sammlung von Aufnahmen der herausragendsten Gewinner des Chopin-Wettbewerbs zwischen 1927 und 2010 bei der Deutschen Grammophon bei.
Neben ihrer solistischen Arbeit ist Yulianna Avdeeva engagierte Kammermusikerin und konzertierte mit dem Philharmonia-Quartett der Berliner Philharmoniker. Regelmäßige Europa-Tourneen mit Julia Fischer und Gidon Kremer führen sie unter anderem ans Festspielhaus Baden-Baden, in die Tonhalle Zürich sowie zum Prinzregententheater München. Solo-Klavierabende fanden im Rahmen der International Piano Series in London und in der Wigmore Hall, am Internationalen Haus der Musik in Moskau, beim Rheingau Musik Festival, im Palau de la Música Catalana Barcelona, in der Liederhalle Stuttgart und der Philharmonie Essen statt.
Im Alter von fünf Jahren begann Yulianna Avdeeva ihr Klavierstudium an der Gnessin-Akademie in Moskau bei Elena Ivanova und komplettierte ihre Studien später bei Vladimir Tropp und Konstantin Scherbakov. An der International Piano Academy Lake Como erhielt sie Impulse von Dmitri Bashkirov, William Grant Naboré und Fou Ts’ong. Yulianna Avdeeva ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter der Bremer Klavierwettbewerb, der Concours de Genève sowie der Wettbewerb Arthur Rubinstein in Memoriam.