Stefan Dohr

Stefan Dohr

Der Hornist Stefan Dohr steht wie kein Zweiter für sein Instrument: Als gefeierter Solist, Kammermusiker und Solohornist der Berliner Philharmoniker ist er eine Ikone der internationalen Hornlandschaft. Ob bekannte Werke der Hornliteratur oder zeitgenössische Kompositionen, Dohrs Interpretationen gelten als maßgebend.

Dohrs Virtuosität und Entdeckungslust bewegt viele führende Komponisten, ihm neue Werke zu widmen und dabei die Möglichkeiten seines Instrumentes neu auszuloten. Darunter Toshio Hosokawa, dessen Hornkonzert „Moment of Blossoming“ er 2011 mit den Berliner Philharmonikern und Sir Simon Rattle uraufführte und Wolfgang Rihm, der 2014 ein Hornkonzert für ihn schrieb, welches vom Mahler Chamber Orchestra und Daniel Harding erstmals aufgeführt wurde.

Als Solist spielte Dohr unter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Bernhard Haitink, Christian Thielemann, Daniel Harding, Gustavo Gimeno, Dima Slobodeniouk, Paavo und Neeme Järvi, John Storgårds sowie Marc Albrecht. Er war zu Gast bei Orchestern wie dem Los Angeles Philharmonic, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, Oslo Philharmonic, Shanghai Philharmonic Orchestra, NHK Symphony Orchestra und dem Osaka Philharmonic Orchestra.

Neben seiner Solistentätigkeit ist Stefan Dohr auch geschätzter Kammermusikpartner von Künstlern wie Ian Bostridge, Mark Padmore, Maurizio Pollini, Lars Vogt, Kirill Gerstein, Kolja Blacher und Guy Braunstein. Er ist Mitglied des Ensembles Wien-Berlin sowie des Philharmonischen Oktetts Berlin.

Mit seinen Kollegen der philharmonischen Horngruppe spielte Stefan Dohr eine CD mit Opernparaphrasen („Opera!“) sowie eine musikalische Weltreise („Four Corners!“) ein. Zudem liegen eine Aufnahme von Robert Schumanns Konzertstück für vier Hörner und Orchester mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sowie eine Einspielung von Toshio Hosokawas „Moment of Blossoming“ mit dem Royal Scottish National Orchestra vor. Außerdem erschienen ist eine Einspielung von Carl Maria von Webers Concertino für Horn und Orchester mit dem Münchner Rundfunkorchester. Mit Markus Becker am Klavier nahm er Werke von Franz und Richard Strauss auf.

Stefan Dohr studierte in Essen und Köln und war Solo-Hornist im Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchester, im Orchestre Philharmonique de Nice und beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, bevor er 1993 Solo-Hornist der Berliner Philharmoniker wurde. Neben seiner Konzerttätigkeit gibt er weltweit Meisterkurse und unterrichtet als Gastprofessor an der Sibelius Akademie Helsinki und der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Seit 2015 ist er Visiting Professor des Royal College of Music, London.