Brett Dean

Composer in Residence 2019 | 2020

Brett Dean, in Australien geboren und ausgebildet, war ab 1984 vierzehn Jahre lang Mitglied der Bratschengruppe der Berliner Philharmoniker. In dieser Zeit begann er mit dem Kompo­nieren. Kompositionsaufträge erhielt er u. a. von den Berliner Philharmonikern, dem Rund­funk­chor Berlin, dem Concertgebouw Orkest Amsterdam, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, den BBC Proms, dem Lucerne Festival. Seine Werke werden regelmäßig von Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Markus Stenz, Daniel Harding, Andris Nelsons, David Robertson, Marin Alsop oder Simone Young programmiert. Nachdem bereits 2010 Deans erste Oper „Bliss“ Erfolg hatte, kam 2017 seine zweite Oper „Hamlet“ beim Glyndebourne Festival zur Uraufführung. Zu den Höhepunkten der jüngsten Zeit zählt u. a. der Orchester-Auftrag „Notturno inquieto“ für die Berliner Philharmoniker.

Seine Musik wird von vielen führenden Orchestern und Dirigenten aufgeführt, darunter Sir Simon Rattle, Vladimir Jurowski, David Robertson, Andris Nelsons, Marin Alsop und Sakari Oramo. Viele Werke Deans beziehen sich auf Themen aus Literatur, Politik, Umwelt und Umge­bung, sowie visuelle Kunst, darunter eine Reihe Kompositionen die von den Kunst­werken seiner Frau, Heather Betts, inspiriert wurden.

Brett Dean begann 1988 mit dem Komponieren, konzentrierte sich zunächst aber auf Experi­men­talfilm und -radio und arbeitete als improvisierender Musiker. Deans Ruf als Komponist verbreitete sich weiter, und er erlangte internationale Anerkennung durch Werke wie sein Klarinettenkonzert Ariel’s Music (1995), das einen Preis des UNESCO international Rostrum of Composers gewann, sowie Carlo (1997) für Streicher, Sampler und Aufnahme, welches durch die Musik Carlo Gesualdos inspiriert wurde.

2009 gewann Dean den Grawemeyer Award für musikalische Komposition durch sein Violin­konzert The Lost Art of Letter Writing und 2016 wurde er mit dem Don Banks Music Award ausgezeichnet, mit dem das Australia Council seinen fortbestehenden und besonderen Beitrag zur australischen Musikszene würdigte.

Im Juni 2018 wurde seine zweite Oper Hamlet mit großem Erfolg am Glyndebourne Festival aufgeführt und gewann dadurch sowohl den 2018 South Bank Sky Arts Award als auch den International Opera Award für Oper.

Dean erfreut sich einer vielbeschäftigten Musikerkarriere als Bratschist und Dirigent und führt oft sein eigenes Bratschenkonzert mit vielen weltweit führenden Orchestern auf. Er ist ein begnadeter Kammermusiker, der häufig mit anderen Solisten und Ensembles zusammen­arbeitet um sowohl eigene Werke wie auch Standardrepertoire zu spielen. Zu diesen Kolla­borationen gehören unter anderem Projekte mit dem Doric Quartet, dem Scharoun Ensemble und Alban Gerhardt. Deans einfallsreich gestalteten Konzertprogramme als Dirigent kombi­nieren meist eigene Werke mit denen anderer Komponisten. Zu den Höhepunkten in diesem Bereich zählen seine Ernennung zum Creative Chair am Tonhalle Orchester Zürich 2017/18, sowie Projekte mit dem BBC Symphony, Los Angeles Philharmonic, Concertgebouw-Orchester, Melbourne Symphony, Sydney Symphony, BBC Philharmonic, Gothenburg Sym­pho­nie­orchester, Toronto Symphony, Tonkünstler-Orchester und Stuttgarter Kammer­orchester, wie auch eine Position als Artist in Residence beim Schwedischen Kammer­orchester.

Brett Deans Musik wurde für die Labels BIS, Chandos, Warner Classics, ECM Records und ABC Classics aufgenommen. Eine Aufnahme seiner Werke für BIS aus dem Jahre 2016 beinhaltet die Stücke Shadow Music, Testament, Short Stories und Etudenfest und wurde vom Schwedischen Kammerorchester unter Leitung Deans eingespielt. Desweitern hat BIS eine Aufnahme von Deans Bratschenkonzert mit dem Sydney Symphony veröffentlicht, und Glynde­bourne hat im Juni 2018 eine DVD der Oper Hamlet veröffentlicht.