Aziz Shokhakimov ist Musikdirektor und Künstlerischer Leiter des Orchestre Philharmonique de Strasbourg und Künstlerischer Leiter des Tekfen Philharmonic Orchestra in der Türkei. Von 2015 bis 2021 war er Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein.
Als regelmäßiger Gastdirigent führender Orchester hat Aziz Shokhakimov u. a. das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das NDR Elbphilharmonie Orchester, das WDR Sinfonieorchester Köln, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das hr-Sinfonieorchester in Frankfurt, das Orchestre National de France, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das Orchestre National du Capitole de Toulouse, das London Philharmonic Orchestra, das Orchestre de la Suisse Romande, das Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI in Turin, die Wiener Symphoniker und das Gulbenkian Orchestra geleitet.
Er tritt zudem regelmäßig in den Vereinigten Staaten und Kanada (Atlanta, Dallas, Seattle, Houston, Utah und Toronto) sowie in Asien mit den Philharmonischen Orchestern von Tokio und Seoul auf. Im Oktober 2024 sprang er kurzfristig als Dirigent des Orchestre de Paris ein und leitete zwei Konzerte mit dem Cellisten Gautier Capuçon. In der Saison 2025/26 gibt er sein Debüt bei weiteren renommierten Orchestern, darunter die Philharmonische Staatsorchester Hamburg sowie die Philharmonischen Orchester der Niederlande und Rotterdams.
Aziz Shokhakimov ist im Opernrepertoire ebenso produktiv wie auf der Konzertbühne. In der Saison 2023/24 gab er sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper mit Tschaikowskys "Pique Dame", und kehrte 2024/25 dorthin zurück, um Donizettis "Lucia di Lammermoor" zu dirigieren. 2023/24 debütierte er an der Opéra National de Paris mit "Lucia di Lammermoor". Im Rahmen seiner Tätigkeit beim Orchestre Philharmonique de Strasbourg dirigierte er eine Neuproduktion von Wagners "Lohengrin" an der Opéra du Rhin. Als Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein dirigierte er unter anderem Neuproduktionen von "Pique Dame", "Madame Butterfly", "Salome" und "Tosca".
Zusammen mit dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg hat Aziz Shokhakimov zwei Aufnahmen bei Warner Classics veröffentlicht. Im Jahr 2024 erschienen Prokofjews Sinfonie Nr. 1 und die Suiten Nr. 1 und 2 aus "Romeo und Julia", und im Jahr 2023 Tschaikowskys Sinfonie Nr. 5 sowie die Fantasie-Ouvertüre zu "Romeo und Julia". Seine Konzerte mit dem Orchester werden zudem regelmäßig auf medici.tv übertragen, darunter Brahms’ "Ein deutsches Requiem" und Verdis Messa da Requiem.
Aziz Shokhakimov pflegt eine enge Beziehung zu den Salzburger Festspielen, wo er im August 2016 aus über 100 Kandidaten ausgewählt wurde und den renommierten "Young Conductors Award" des Festivals gewann. Im August 2017 kehrte er für das Preisträgerkonzert mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien zu den Salzburger Festspielen zurück und gestaltete 2019 mit dem Mozarteumorchester Salzburg und der Solistin Patricia Kopatchinskaja die Eröffnungsfeier der Salzburger Festspiele.
Aziz Shokhakimov wurde 1988 in Taschkent, Usbekistan, geboren und trat im Alter von sechs Jahren in die Uspensky-Musikschule für begabte Kinder ein, wo er in der Klasse von Vladimir Neymer Violine, Viola und Orchesterleitung studierte. Mit 13 Jahren gab er sein Debüt beim Nationalen Symphonieorchester Usbekistans und dirigierte Beethovens 5. Sinfonie sowie Liszts Klavierkonzert Nr. 1. Im darauffolgenden Jahr dirigierte er seine erste Oper, "Carmen", an der Nationaloper Usbekistans. 2001 wurde er zum stellvertretenden Dirigenten des Nationalen Symphonieorchesters Usbekistans ernannt und übernahm 2006 dessen Chefdirigentenposten. Im Jahr 2010, im Alter von nur 21 Jahren, gewann Shokhakimov den zweiten Platz beim Internationalen Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb in Bamberg unter der Schirmherrschaft der Bamberger Symphoniker. Im Jahr 2023 erhielt er den französischen Kritikerpreis "la personnalité musicale de l'année" (musikalische Persönlichkeit des Jahres).