© Olivia Kahler

Katharina Konradi

Katharina Konradis künstlerische Vielseitigkeit zeigt sich in ihrer blühenden internationalen Karriere als Opernsängerin, ihrer gefragten Präsenz auf Konzert- und Liedbühnen sowie in ihrer bereits sehr umfangreichen wie vielseitigen Diskografie. Ihre von Bachtrack als "kristallklar" beschriebene Sopranstimme, die laut Das Opernglas über eine "faszinierende Palette an Farbschattierungen" verfügt, begeistert das Publikum in Rollen wie Sophie ("Der Rosenkavalier"), Gilda ("Rigoletto") und Susanna ("Le nozze di Figaro").

 

Als ehemaliges Ensemblemitglied der Staatsoper Hamburg debütierte Katharina Konradi dort zahlreiche ihrer heute gefragten Partien, darunter Ännchen ("Der Freischütz"), Nannetta ("Falstaff"), Susanna ("Le nozze di Figaro"), Pamina ("Die Zauberflöte"), Marzelline ("Fidelio"), Gretel ("Hänsel und Gretel") und zuletzt Gilda ("Rigoletto") – allesamt von der Kritik gelobt. Als engagierte Bühnendarstellerin pflegt Konradi enge künstlerische Partnerschaften mit vielen der führenden Regisseure unserer Zeit, darunter Barrie Kosky, mit dem sie an Neuproduktionen von "Der Rosenkavalier" und "Die Fledermaus" an der Bayerischen Staatsoper (beide unter der Leitung von Vladimir Jurowski), an "Die lustige Witwe" am Opernhaus Zürich (Dirigent: Patrick Hahn) sowie an "Das Rheingold" am Royal Opera House in London (Dirigent: Sir Antonio Pappano) zusammenarbeitete. Zu ihrer umfangreichen Opernerfahrung zählen außerdem Oscar ("Un ballo in maschera") am Opernhaus Zürich, Susanna an der Wiener Staatsoper, Zdenka ("Arabella") an der Semperoper Dresden, Morgana ("Alcina") am Hessischen Staatstheater Wiesbaden sowie Woglinde ("Das Rheingold" und "Götterdämmerung") bei den Bayreuther Festspielen.

 

Höhepunkte der Saison 2025/2026 sind unter anderem ihr Mitwirken bei der Japan-Tournee der Wiener Staatsoper als Sophie in Otto Schenks historischer Inszenierung von "Der Rosenkavalier" unter Philippe Jordan, bevor sie die Rolle in einer konzertanten Aufführung im Festspielhaus Baden-Baden mit dem SWR Symphonieorchester unter François-Xavier Roth erneut übernimmt. Zudem kehrt sie als Pamina an die Semperoper Dresden zurück. Sie eröffnet die Saison des London Symphony Orchestra unter Sir Antonio Pappano mit Bernsteins 3. Sinfonie, singt mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Daniel Harding Haydns "Die Schöpfung", mit den Wiener Symphonikern unter Ádám Fischer Haydns "Nelson-Messe" im historischen Wiener Musikverein und kehrt für Mahlers 4. Sinfonie unter Kent Nagano zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin zurück. Im Liedbereich ist sie in Stockholm, Valencia, Amsterdam, Stuttgart und Bonn zu erleben.

 

Katharina Konradis Ruf als gefragte Konzertsängerin spiegelt sich in ihrer Zusammenarbeit mit renommierten Dirigenten und Orchestern wider. Zu ihren bedeutenden Auftritten zählen unter anderem Beethovens 9. Sinfonie mit den Berliner Philharmonikern und Kirill Petrenko bei den Festspielen Baden-Baden, Mozarts c-Moll-Messe mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter Kent Nagano in der Elbphilharmonie sowie Mozarts Requiem mit der Camerata Salzburg bei den Salzburger Festspielen unter der Leitung von Manfred Honeck. In Mahlers 2. Sinfonie trat sie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Daniel Harding auf und in Bruckners f-Moll-Messe mit den Münchner Philharmonikern unter Thomas Hengelbrock. Konradi sang mit dem Mahler Chamber Orchestra unter Gustavo Dudamel im UNESCO-Welterbe der Kathedrale von Burgos Mozarts "Krönungsmesse" sowie im Rahmen der Kulturolympiade der Olympischen Spiele in Paris mit dem Orchestre de Chambre de Paris unter Thomas Hengelbrock Faurés Requiem im historischen Panthéon der Stadt.

 

Als gefeierte Liedinterpretin bilden ihre Liederabende einen zentralen Bestandteil ihres jährlichen Programms. Sie arbeitet mit renommierten Pianisten wie Malcolm Martineau, Helmut Deutsch, Daniel Heide und Ammiel Bushakevitz zusammen und ist regelmäßig zu Gast in bedeutenden Häusern wie der Kölner Philharmonie, der Wigmore Hall, dem Konzerthaus Wien, der Elbphilharmonie sowie der Schubertiade in Hohenems und Schwarzenberg. Ihre Leidenschaft für thematisch konzipierte Programme zeigt sich in einem breit gefächerten Repertoire, das bekannte wie auch weniger bekannte Komponisten umfasst; eine besondere Affinität hegt sie zum Werk Franz Schuberts.

 

Katharina Konradi ist eine produktive Aufnahmekünstlerin und hat ihre "schillernde Gesangstechnik" (Bachtrack) in den Aufnahmen zahlreicher Orchesterwerke festhalten können. Zu den Höhepunkten zählen Mendelssohns "Ein Sommernachtstraum" mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Paavo Järvi, Mozarts "Krönungsmesse" mit der Akademie für Alte Musik Berlin unter Howard Arman, Haydns "Die Schöpfung" unter Hans-Christoph Rademann sowie Mozarts c-Moll-Messe mit dem Kölner Kammerorchester unter Christoph Poppen. Darüber hinaus glänzt Katharina Konradi in mehreren von der Kritik gefeierten Liedaufnahmen. Auf ihrer jüngsten Veröffentlichung "Echoes" präsentiert sie Duette von Schumann, Brahms, Gounod und Fauré mit der Mezzosopranistin Catriona Morison und Ammiel Bushakevitz am Klavier. Frühere Einspielungen mit Klavier- und Kammermusikbegleitung widmen sich Werken von Strauss, Mozart, Schubert, Wolf, Clara und Robert Schumann. Ihre Zusammenarbeit mit dem Trio Gaspard auf Russian Roots widmet sich der Kammermusik von Weinberg, Gubaidulina und Schostakowitsch.

 

Katharina Konradi wurde in Kirgisistan geboren, zog als Jugendliche mit ihrer Familie nach Deutschland und absolvierte ihre musikalische Ausbildung an der Universität der Künste Berlin sowie an der Hochschule für Theater und Musik München. Sie gewann 2016 den Internationalen ARD-Wettbewerb und war von 2018 bis 2021 BBC Radio 3 New Generation Artist.