© Umberto Nicoletti

Katia und Marielle Labèque

Die Schwestern Katia und Marielle Labèque sind vor allem für ihre Synchronität und Energie bekannt. Ihre musikalischen Ambitionen zeigten sich schon früh, und der internationale Durchbruch gelang ihnen mit einer erfrischenden Interpretation von Gershwins "Rhapsody in Blue", für die sie eine der ersten Goldenen Schallplatten der Klassikszene bekamen. Seitdem haben sie sich eine beeindruckende Karriere mit Auftritten in aller Welt aufgebaut.

Fünfundfünfzig Jahre nach der Veröffentlichung ihrer ersten Aufnahme feiern Katia und Marielle Labèque ihre außergewöhnliche künstlerische Laufbahn mit dem Album "55", das neue Einspielungen und Archivaufnahmen aus mehr als einem halben Jahrhundert vereint. Ihre Debütaufnahme "Visions de l’Amen" erschien 1970 unter der künstlerischen Leitung von Olivier Messiaen und markierte den Beginn einer der außergewöhnlichsten Karrieren der zeitgenössischen Musik. Seitdem überschreiten die Labèque-Schwestern konsequent die Grenzen zwischen klassischer Musik, zeitgenössischem Repertoire, Jazz, Minimal Music und populären Traditionen.

Mit "55" unterstreichen Katia und Marielle Labèque erneut ihre ungebrochene Neugier, ihr Engagement für neue Musik und ihre besondere Rolle als Vermittlerinnen zwischen Epochen, Ästhetiken und musikalischen Traditionen. Da Komponistinnen im bisherigen Katalog des Duos vergleichsweise wenig vertreten waren, stammen 13 der 25 neuen Aufnahmen von zehn unterschiedlichen Komponistinnen.

Katia und Marielle Labèque konzertieren regelmäßig mit den weltbesten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Boston Symphony, dem Chicago Symphony, dem Cleveland Orchestra, dem Czech Philharmonic, der Dresdner Staatskapelle, der Filarmonia della Scala, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem London Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, dem New York Philharmonic, dem Orchestre de Paris, dem Philadelphia Orchestra, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie den Wiener Philharmonikern. Sie arbeiten mit Dirigent wie John Adams, Herbert Blomstedt, Semyon Bychkov, Sir Colin Davis, Gustavo Dudamel, Gustavo Gimeno, Mirga Gražinytė-Tyla, Pietari Inkinen, Louis Langrée, Zubin Mehta, Juanjo Mena, Andrés Orozco-Estrada, Seiji Ozawa, Antonio Pappano, Matthias Pintscher, Georges Prêtre, Sir Simon Rattle, Santtu Matias Rouvali, Esa-Pekka Salonen und Jaap van Zweden zusammen.

Die beiden spielen auch auf Hammerklavieren mit Barockensembles wie den English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner, Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini, der Musica Antica unter Reinhard Goebel, dem Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon sowie il pomo d’oro unter Maxim Emelyanichev. Im Rahmen einer Tournee sind sie auch mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter Sir Simon Rattle aufgetreten.

Katia und Marielle Labèque haben das Privileg mit Komponisten wie Thomas Adès, Louis Andriessen, Luciano Berio, Pierre Boulez, Bryce Dessner, Philip Glass, Osvaldo Golijov, György Ligeti, Nico Muhly und Olivier Messiaen zusammenzuarbeiten. In der Walt Disney Hall in Los Angeles brachten sie zusammen mit dem LA Philharmonic unter der Leitung von Gustavo Dudamel das Doppelkonzert von Philip Glass zur Uraufführung. Außerdem spielten sie die Weltpremiere des Konzerts von Bryce Dessner in der Royal Festival Hall mit dem London Philharmonic Orchestra und John Storgårds. Das Konzert von Nico Muhly "In Certain Circles" wurde 2021 mit dem Orchestre de Paris unter Maxim Emelyanichev sowie 2022 vom New York Philharmonic Orchestra unter Jaap van Zweden (ur-)aufgeführt.

Die Labèque-Schwestern treten in den berühmtesten Konzerthäusern und bei Festivals weltweit auf. Zu diesen zählen unter anderem der Wiener Musikverein, die Elbphilharmonie Hamburg, die Münchner Philharmonie, die Carnegie Hall, die Royal Festival Hall, La Scala, die Berliner Philharmonie, Blossom, Hollywood Bowl, die BBC Proms sowie die Festivals von Ravinia, Tanglewood und Salzburg. Großen Erfolg hatten sie vor 33.000 Besuchern, als sie mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle in der Waldbühne Berlin spielten (die zugehörige DVD ist bei EuroArts erschienen). Eine Rekordzahl von mehr als 100.000 Zuhörern besuchte das Wiener Sommernachtskonzert 2016 im Schloss Schönbrunn, wo Katia und Marielle mit den Wiener Philharmonikern unter Seymon Bychkov spielten. Mehr als 1,5 Millionen Zuschauer verfolgten weltweit die Übertragung im Fernsehen.

Auf Einladung der Philharmonie de Paris gestaltete das Duo ein besonderes "Week End", im Mittelpunkt "Amoria", "Invocations" und ihr neues Projekt für zwei Gitarren und zwei Klaviere mit David Chalmin und Bryce Dessner, darunter ein für sie geschriebenes Stück von Thom Yorke "Don't Fear the Light" mit Thom Yorke als Special Guest. Ihr Album "Sonic Wires" wurde 2024 veröffentlicht.

Konzerte mit Katia und Marielle Labèque