Der Klarinettist, Dirigent und Sony-Classical-Künstler Martin Fröst ist dafür bekannt, musikalische Grenzen zu verschieben, und wurde von der New York Times als jemand beschrieben, der "über eine Virtuosität und Musikalität verfügt, die, was meine Erinnerung angeht, von keinem Klarinettisten – vielleicht sogar von keinem Instrumentalisten –übertroffen wird". Weithin anerkannt als Künstler, der ständig nach neuen Wegen sucht, um die Welt der klassischen Musik kritisch herauszufordern und neu zu gestalten, umfasst sein Repertoire sowohl bekannte Klarinettenwerke als auch eine Reihe zeitgenössischer Stücke, für deren Aufführung er sich persönlich einsetzt. Als Gewinner des Léonie-Sonning-Musikpreises 2014 und damit einer der weltweit höchsten musikalischen Auszeichnungen, war er der erste Klarinettist, dem diese Ehrung zuteilwurde, wobei er sich damit in eine prestigeträchtige Liste früherer Preisträger einreiht, darunter Igor Strawinsky, Leonard Bernstein und Sir Simon Rattle. Die International Classical Music Awards wählten ihn aufgrund seiner innovativen internationalen Karriere, seiner beeindruckenden Diskografie und seines philanthropischen Engagements zum "Künstler des Jahres 2022".
Als Solist trat Martin Fröst mit einigen der weltweit bekanntesten Orchester auf, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra, die New York und Los Angeles Philharmonic Orchestras, das Gewandhausorchester Leipzig, die Münchner Philharmoniker, das London Symphony Orchestra, das Philharmonia Orchestra, das NDR Elbphilharmonie Orchester und das hr-Sinfonieorchester in Frankfurt. Er arbeitet regelmäßig mit namhaften internationalen Künstler:innen zusammen, darunter Yuja Wang, Janine Jansen, Leif Ove Andsnes, Roland Pöntinen und Antoine Tamestit, und tritt bei internationalen Veranstaltungen wie dem Verbier Festival in der Schweiz, den BBC Proms in London und dem Mostly Mozart Festival in New York auf. Er hat bereits in einigen der weltweit bedeutendsten Konzertsälen gespielt, darunter die Carnegie Hall, das Amsterdamer Concertgebouw und die Berliner Philharmonie, und unternahm Tourneen durch Europa, Asien, Nordamerika und Australien. In der Saison 2022/23 war er Artist in Residence beim Royal Concertgebouw Orchestra – als erster Holzbläser überhaupt.
In der Saison 2025/26 konzentriert sich Martin Fröst weiterhin auf seine Rolle als Chefdirigent des Swedish Chamber Orchestra, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Brahms’ Sinfonien liegt, die er im Laufe der Saison alle dirigieren wird. Die Saison umfasst Kooperationen mit Gastkünstler:innen wie Torleif Thedéen, Veronika Eberle, Vilde Frang und Midori sowie eine sechstägige Europatournee mit dem Projekt "Beethoven DNA". Zudem ist er Artist in Residence an der Elbphilharmonie Hamburg und tritt als Solist in drei Orchesterprogrammen mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Alan Gilbert, Paavo Järvi und Sakari Oramo sowie in einem Programm mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Lahav Shani und in zwei Kammermusikkonzerten auf. Als Solist präsentiert er ein breit gefächertes Repertoire an Klarinettenkonzerten von Hillborg, Clyne, Jarrell, Beamish, Copland, Shaw, Nielsen, Mozart und Weber mit Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Oslo Philharmonic, der Dresdner Philharmonie, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse und dem Atlanta Symphony Orchestra. Er kehrt zum Kristiansand Symphony Orchestra mit einem Programm zurück, indem er zugleich Solist und Dirigent ist. Diese einzigartige Doppelrolle hat er bereits in den vergangenen Spielzeiten bei Konzerten mit verschiedenen europäischen Orchestern erfolgreich ausgefüllt. Darüber hinaus gibt er Solokonzerte im Pierre Boulez Saal Berlin mit Roland Pöntinen, bei der Fondation Pierre Gianadda in Martigny und bei La Musikfest Parisienne.
Martin Fröst nimmt exklusiv für Sony Classical auf, und seine Diskografie umfasst ein breites Repertoire. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen gehören "Mozart: Ecstasy and Abyss" mit dem Swedish Chamber Orchestra, das Teil eines mehrjährigen Projekts zur Erforschung von Mozarts Spätwerken ist, sowie Alben, die Vivaldi und Messiaen gewidmet sind. Seine neueste Veröffentlichung, "B.A.C.H." (Beyond All Clarinet History) aus dem Oktober 2025, verwebt Bachs zeitlose Melodien mit neuen Arrangements.
Als überzeugter Verfechter der Bedeutung von musikalischer Bildung gründete er 2019 mit Unterstützung des weltweit größten Herstellers von Blasinstrumenten, Buffet Crampon, die Martin Fröst Foundation. Ziel der Organisation ist es, Ressourcen bereitzustellen, die den Zugang von Kindern und Jugendlichen zur musikalischen Bildung und zu Instrumenten verbessern und möglich machen. Die Stiftung strebt eine Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen und verschiedenen Sponsoren auf der ganzen Welt an und hat bereits Präsenzen in Kenia und Madagaskar aufgebaut.