© Martin Jehnichen

Kreuzkantor Martin Lehmann

Seit 2022 ist Martin Lehmann 29. Kreuzkantor des Dresdner Kreuzchores und in dieser Funktion Intendant und künstlerischer Leiter der ältesten Kulturinstitution der sächsischen Landeshauptstadt. Sein Kantorat verbindet Tradition mit Innovation, sein Repertoire umfasst eine große Bandbreite von A-cappella-Chormusik über chorsinfonische Werke bis hin zu Ur- und Erstaufführungen zeitgenössischer Musik. Einen programmatischen Schwerpunkt seiner ersten Saisons als Kreuzkantor widmet er Werken von Kreuzkantoren, die auch als Komponisten erfolgreich waren. Mit der Vergabe von regelmäßigen Kompositionsaufträgen für Introitus entwickelt er den Vesper-Kanon des Kreuzchores kontinuierlich weiter.

 

Von 2001 bis 2005 war Martin Lehmann Leiter des Mädchenchores Schola Cantorum Leipzig, anschließend wechselte er als Musikalischer Leiter zum Knabenchor Wuppertaler Kurrende. Im Jahr 2012 übernahm er die Künstlerische Leitung des renommierten Windsbacher Knabenchores. Unter seiner zehnjährigen Leitung gastierte der Knabenchor regelmäßig bei weltweit bedeutenden Festivals sowie in wichtigen Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, dem Palau de la Música Catalana in Barcelona, dem Oriental Arts Center Shanghai, der Elbphilharmonie Hamburg und der Tonhalle Zürich. Seine Verdienste würdigte die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern 2017 mit der Ernennung zum Kirchenmusikdirektor.

 

Martin Lehmann arbeitete bereits mit renommierten Ensembles wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Dresdner Philharmonie, den Wiener Symphonikern, dem Konzerthausorchester Berlin, den Stuttgarter Philharmonikern sowie mit der WDR Big Band zusammen, im Bereich der historischen Aufführungspraxis außerdem mit dem Freiburger Barockorchester und der Akademie für Alte Musik Berlin. Eine umfangreiche Diskografie dokumentiert sein vielfältiges Wirken. Zuletzt erschienen im April 2025 Poulencs "Gloria" und Schuberts As-Dur-Messe mit dem Dresdner Kreuzchor und der Dresdner Philharmonie bei Berlin Classics sowie im Mai 2025 ein Live-Mitschnitt der Uraufführung von Sven Helbigs "Requiem A" mit René Pape, dem Dresdner Kreuzchor und der Sächsischen Staatskapelle Dresden bei der Deutschen Grammophon.

 

1973 in Malchin in Mecklenburg-Vorpommern geboren und später in Dresden aufgewachsen, begann Martin Lehmann seine musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor. Nach einem Studium in Chordirigieren an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden bei Hans-Christoph Rademann, als dessen künstlerischer Assistent er beim Dresdner Kammerchor prägende Erfahrungen sammelte, gründete er den Kammerchor cantamus Dresden.

Konzerte mit Kreuzkantor Martin Lehmann