Der deutsche Tenor Sebastian Kohlhepp zählt zu den angesehensten und vielseitigsten Sängern seiner Generation. Gelobt für seine "unwiderstehliche, schimmernde Stimme" (Opera Magazine UK) und "immense vokale Farbpalette" (Opernwelt), ist er auf internationalen Bühnen ein gefragter Gast.
Große Erfolge feierte er zuletzt mit seinem Rollendebüt als Flamand ("Capriccio") bei den Salzburger Festspielen sowie in gleicher Partie beim Edinburgh Festival 2024. Er konzertierte mit den Berliner Philharmonikern unter Kirill Petrenko in Baden-Baden, gastierte beim SWR Symphonieorchester unter der Leitung von Pablo Heras-Casado und sang Beethovens "Missa solemnis" am Teatro alla Scala Milano.
In der Saison 2025/26 gibt er sein Rollen- und Hausdebüt als Loge in "Das Rheingold" an der Staatsoper Berlin unter der Leitung von Christian Thielemann. Außerdem kehrt er als Belmonte an die Wiener Staatsoper und als Kavalier in Hindemiths "Cardillac" unter dem Dirigat von Fabio Luisi an das Opernhaus Zürich zurück.
Geboren in Limburg an der Lahn erhielt Sebastian Kohlhepp seine erste musikalische Ausbildung im dortigen Knabenchor. Dem Studium bei Hedwig Fassbender in Frankfurt am Main folgten Festengagements am Staatstheater Karlsruhe, an der Wiener Staatsoper und an der Oper Stuttgart. Seit der Saison 2017/18 ist er freischaffend tätig.
Zu den wichtigsten Stationen der vergangenen Jahre zählen u. a. sein Debüt am Teatro alla Scala Milano (Narraboth in "Salome"), Tamino und Belmonte an der Wiener Staatsoper, Don Ottavio am Opernhaus Zürich, Ferrando in München und Amsterdam, Rollendebüt als Idomeneo an der Oper Köln sowie David in "Die Meistersinger von Nürnberg" am Teatro Real Madrid, bei den Osterfestspielen Salzburg und an der Semperoper Dresden. Für seine Interpretation des Manolios in Martinůs "The Greek Passion" bei den Salzburger Festspielen 2023, wurde er für den Österreichischen Musiktheaterpreis in der Kategorie "Beste männliche Hauptrolle" nominiert.
Auch als Konzertsänger ist Sebastian Kohlhepp international gefragt. Er arbeitet regelmäßig mit renommierten Klangkörpern, wie dem London Symphony Orchestra, den Wiener Philharmonikern, dem SWR-Symphonieorchester, der Staatskapelle Dresden, dem Boston Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Danish National Symphony Orchestra, dem Radio Filharmonisch Orkest, den Wiener Symphonikern, dem Gürzenich-Orchester Köln, dem RIAS Kammerchor, dem NDR Vokalensemble sowie mit den Dirigent:innen Ivor Bolton, Karina Canellakis, Teodor Currentzis, Ádám Fischer, Philippe Herreweghe, Manfred Honeck, René Jacobs, Václav Luks, Marc Minkowski, Andris Nelsons, Maxime Pascal und François-Xavier Roth.
Einladungen führten ihn ins Concertgebouw Amsterdam, in den Wiener Musikverein, die Hamburger Elbphilharmonie, in die Philharmonien von Paris, Berlin, Köln und Essen, ins Barbican Centre London und das Wiener Konzerthaus, in die Tonhalle Zürich, das Konzerthaus Dortmund, die Laeiszhalle Hamburg, das Brucknerhaus Linz, die Maison de la Radio Paris, zum NOSPR Katowice, in die Boston Symphony Hall, die Shanghai Concert Hall, ins Seoul Arts Center, ins Teatro Colon Buenos Aires, zum Rheingau und zum Schleswig-Holstein Musik Festival sowie zum Menuhin Festival Gstaad.
Zahlreiche CD-, DVD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren Sebastian Kohlhepps vielseitiges Schaffen. Zuletzt erschien sein Lied-Debütalbum "Von Sagen und Helden", das gleich drei Mal für den OPUS KLASSIK 2023 nominiert wurde.