© Felipe Reichert

Sebastião Salgado

Der diplomierte Wirtschaftswissenschaftler Sebastião Salgado begann seine Karriere als Fotograf 1973 in Paris, wo er für die Fotoagenturen Sygma, Gamma und Magnum Photos arbeitete. Mit seiner Lebens- und Arbeitspartnerin Lélia Wanick Salgado erschaffte er anschließend eine eigene Struktur. Für seine Fotoprojekte hat er mehr als 100 Länder bereist, die neben unzähligen Veröffentlichungen in der internationalen Presse in mehreren von Lélia konzipierten und gestalteten Büchern und Ausstellungen präsentiert wurden, wie „Sahel, l'homme en détresse“, „Other Americas“, „Workers“, „Terra“, „Exodus“, „Africa“, „Genesis“, „Gold“ und „Amazônia“. Er war Mitglied der Académie des Beaux-Arts de France, Chevalier de la Légion d'Honneur, Doctor Honoris Causa der Harvard University (USA). Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen gehören der Primo-Levi-Preis (Italien), der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und der Praemium-Imperiale-Preis der Japan Art Association, der als Nobelpreis der Künste gilt.
1998 gründeten er und Lélia in Brasilien das Instituto Terra, eine gemeinnützige Zivilorganisation, die sich auf Wiederaufforstung, Umwelterziehung und nachhaltige ländliche Entwicklung im Tal des Rio Doce im Bundesstaat Minas Gerais konzentriert. Heute hat das Instituto Terra einen Wald geschaffen, der reich an einer Vielfalt von Flora und Fauna ist, die im Atlantischen Regenwald endemisch ist, und hat mehr als 3 Millionen Bäume gepflanzt.
Im Jahr 2021 startete das Paar sein neuestes Projekt: ein Buch und eine große Fotoausstellung über den Amazonas-Regenwald und seine indigenen Gemeinschaften, die sich für den Erhalt dieser für den Planeten so wichtigen Artenvielfalt und den Schutz dieser bedrohten Bevölkerungsgruppen einsetzen.
Am 23. Mai 2025 starb Sebastião Salgado im Alter von 81 Jahren in Paris.