Mit ihrer „engelgleichen Stimme“ (Kölner Stadt-Anzeiger) und ihrer „ätherischen Bühnenpräsenz“ (Sydney Morning Herald) hat sich die australische Sopranistin Siobhan Stagg als eine der faszinierendsten lyrischen Künstlerinnen ihrer Generation etabliert.
Von 2013 bis 2019 war sie Ensemblemitglied der Deutsche Oper Berlin, wo sie Hauptpartien wie Pamina (Die Zauberflöte), Tytania (A Midsummer Night’s Dream) und Micaëla (Carmen) sang und mit vielen der führenden Dirigenten und Regisseure unserer Zeit zusammenarbeitete. Seither ist sie auf zahlreichen der renommiertesten Bühnen der Welt aufgetreten und wurde gefeiert in der Titelrolle von Cendrillon (Lyric Opera of Chicago), als Pamina und Susanna (Le nozze di Figaro) am Royal Opera House und bei Opera Australia, als Susanna an der Komische Oper Berlin, als Sophie (Der Rosenkavalier) am Opernhaus Zürich und an der Staatsoper Berlin, als Mélisande (Pelléas et Mélisande) an der Opéra de Dijon und bei der Victorian Opera Melbourne sowie als Mirel in Dark Side of the Moon, als Gilda (Rigoletto), Blonde und Cordelia in Aribert Reimanns Lear an der Hamburgischen Staatsoper. Weitere Höhepunkte waren Angelica (Orlando) am Théâtre du Châtelet, Lady Magnesia (Titelpartie) und Najade (Ariadne auf Naxos) an der Bayerischen Staatsoper, Blonde (Die Entführung aus dem Serail) bei der Dutch National Opera sowie szenische Aufführungen von Mozarts Requiem beim Festival d’Aix-en-Provence.
Als gefragte Konzertsängerin arbeitete Stagg mit Ensembles wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Cleveland Orchestra, dem London Symphony Orchestra, den Wiener Symphoniker, dem Gürzenich-Orchester Köln und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin zusammen.
In der Saison 2025/26 erweitert sie ihr symphonisches Profil mit einer beeindruckenden Reihe von Projekten: Brahms’ Requiem mit dem Minnesota Orchestra, dem Trondheim Symphony und dem NDR; Mahlers Vierter Symphonie mit dem Utah Symphony Orchestra und dem Staatstheater Darmstadt; Mahlers Zweiter Symphonie mit dem BBC Philharmonic; Poulencs Stabat Mater mit dem spanischen RTVE-Orchester; Strauss’ Vier letzte Lieder mit dem Orchestre Philharmonique Royal de Liège und dem Orchestra Sinfonica di Milano; Unsuk Chins Puzzles and Games mit der Staatskapelle Dresden sowie der Uraufführung von Thomas Blomenkamps In Little Stars, das für sie geschrieben wurde, mit den Duisburger Symphonikern. Zudem kehrt sie zum Orchestre National de Lyon mit Chaussons Poème de l’amour et de la mer, zum Orchestre National du Capitole de Toulouse für Neujahrskonzerte sowie zum Melbourne Symphony Orchestra mit Mozarts Messe c-Moll zurück.
In dieser Saison gibt Siobhan außerdem ihr lang erwartetes Comeback in der Wigmore Hall in London.
Auf der Opernbühne debütiert sie als Juliette (Roméo et Juliette) an der State Opera South Australia, kehrt an die Staatsoper Berlin zurück für ihr Rollendebüt als Antonia/Stella (Les Contes d’Hoffmann) und gibt ihr Debüt als Adalgisa (Norma) bei der Irish National Opera.
Für ihre internationalen Erfolge wurde Stagg 2023 mit dem „Key to the City“ von Mildura ausgezeichnet – erst die dritte Persönlichkeit in der Geschichte der Stadt, die diese Ehrung erhielt. Sie ist Fellow des Trinity College der University of Melbourne und unterstützt den Siobhan Stagg Aria Award beim Mildura Eisteddfod. 2025 rief sie zudem den Alumni Giving Circle ins Leben und ist als Vorstandsmitglied des Melba Opera Trust tätig.