Sir Donald Runnicles © Simon Pauly

Sir Donald Runnicles

Chefdirigent der Dresdner Philharmonie

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Seit Beginn der Saison 2025/26 ist Sir Donald Runnicles Chefdirigent der Dresdner Philharmonie. Der international renommierte Dirigent, der insbesondere für seine Interpretationen des romantischen und spätromantischen Repertoires bekannt ist, bringt die Erfahrung einer mehr als 45-jährigen Karriere und langjähriger künstlerischer Partnerschaften mit bedeutenden Opernhäusern und Orchestern weltweit nach Dresden.

Bereits in seiner ersten Saison setzte er mit der Dresdner Philharmonie markante künstlerische Akzente. Zu den Höhepunkten gehörten ein „British Festival“ mit Werken unter anderem von Gustav Holst, William Walton und Sir James MacMillan, eine halbszenische Aufführung von Richard Strauss' „Elektra“ sowie eine ausgedehnte Tournee durch Japan und Südkorea.

In der Saison 2026/27 setzt Sir Donald Runnicles seine Arbeit mit dem Orchester mit einem breiten sinfonischen Repertoire fort. Zu den Schwerpunkten zählen Werke von Beethoven, Bruckner, Mahler, Sibelius und Richard Strauss. Gemeinsam mit international bedeutenden Solisten wie Emanuel Ax, Kirill Gerstein und Christian Gerhaher gestaltet er Programme, die auch bei Gastspielen in renommierten europäischen Konzertsälen zu erleben sind. Ein besonderer Höhepunkt ist das Festkonzert zum zehnjährigen Jubiläum des neuen Konzertsaals im Dresdner Kulturpalast am 28. April 2027. Unter seiner Leitung erklingt dabei die deutsche Erstaufführung der Sechsten Sinfonie von Sir James MacMillan.

Von 2009 bis 2026 war Sir Donald Runnicles Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin. Während seiner 16-jährigen Amtszeit prägte er das künstlerische Profil des Hauses entscheidend. Zu seinen bedeutenden künstlerischen Leistungen zählen ein Strauss-Zyklus mit „Die Frau ohne Schatten“, „Arabella“ und „Intermezzo“, zahlreiche Opern von Leoš Janáček und Benjamin Britten sowie die Uraufführungen von Detlev Glanerts „Oceane“ und Aribert Reimanns „L'Invisible“. Zum Abschluss seiner Amtszeit dirigierte er unter anderem Neuproduktionen von Wagners „Tristan und Isolde“ und Korngolds „Violanta“ sowie zwei Zyklen von Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in der Inszenierung von Stefan Herheim.

Zu seinen früheren Leitungspositionen zählen die San Francisco Opera (1992–2008), das BBC Scottish Symphony Orchestra (2009–2016) und das Orchestra of St. Luke's in New York (2001–2007). Mehr als zwei Jahrzehnte war er zudem Erster Gastdirigent des Atlanta Symphony Orchestra (2001–2023). Gegenwärtig ist er weiterhin Musikalischer Leiter des Grand Teton Music Festival in Wyoming und Erster Gastdirigent des Sydney Symphony Orchestra.

Als Gastdirigent arbeitet Sir Donald Runnicles regelmäßig mit führenden Orchestern und Opernhäusern weltweit zusammen. Er dirigierte unter anderem die Berliner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Chicago Symphony Orchestra, das Philadelphia Orchestra und das Orchestre de Paris. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn außerdem mit der Wiener Staatsoper, an der er unter anderem Neuproduktionen von Wagners „Parsifal“ und Brittens „Billy Budd“ und „Peter Grimes“ leitete.

Seine umfangreiche Diskografie umfasst Opern- und Orchesterwerke von Wagner, Mozart, Orff, Britten, Humperdinck und weiteren Komponisten. Für seine Einspielung von Wagner-Arien mit Jonas Kaufmann und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin erhielt er 2013 einen Gramophone Award. Die Aufnahme von Janáčeks „Jenůfa“ wurde 2016 für einen GRAMMY Award nominiert.

Sir Donald Runnicles wurde in Edinburgh geboren und wuchs dort auf. 2004 wurde er zum Officer of the Order of the British Empire (OBE) ernannt, 2020 zum Knight Bachelor. Er ist Ehrendoktor der University of Edinburgh, der Royal Scottish Academy of Music and Drama sowie des San Francisco Conservatory of Music.

Konzerte mit Sir Donald Runnicles