Brundibár

„Brundibár“ ist eine eindringliche, zeitlose Parabel über Macht, Verführung und Widerstand durch gemeinsames Handeln. In einer klar erzählten, heutigen Bildsprache und durch ihre mitreißende Musik verbindet die Kinderoper künstlerisches Erleben mit gesellschaftlicher Relevanz – und eröffnet einen zugänglichen Einstieg in Themen wie Demokratie, Verantwortung und Zusammenhalt. Geeignet für Kinder und Erwachsene.

Die Veranstaltung findet am Samstag, den 03.10.2026  um 11:00 Uhr statt.

Brundibár © KI generiert

Die Geschichte

Zwei Kinder wollen ihrer kranken Mutter helfen – doch sie stoßen auf eine Welt, in der Hilfe vom Geld und von der Zustimmung der Masse abhängt. Erst als sie sich mit anderen verbünden, gelingt es ihnen, sich gegen eine übermächtige Figur durchzusetzen. "Brundibár" zeigt anschaulich, wie Macht entsteht, warum Menschen ihr folgen – und wie gemeinsames Handeln sie verändern kann.

Mehr zu den Darstellern
Otto Ungar: Hans Krása in Theresienstadt

Die Inszenierung

Die rund 45-minütige Inszenierung verbindet Musik, Gesang und szenisches Spiel zu einem konzentrierten, eindrucksvollen Erlebnis. Sie macht komplexe Themen wie Manipulation, Mitläufertum und Zivilcourage klar und nachvollziehbar erfahrbar – ohne zu überfordern. Dabei bleibt der historische Hintergrund präsent: Der jüdische Komponist Hans Krása hatte die Kinderoper mit in das Konzentrationslager Theresienstadt gebracht und dort mit inhaftierten Kindern vielfach aufgeführt. Die Inszenierung im Kulturpalast verweist auf diesen Kontext, macht ihn aber nicht zum Thema. Es entsteht ein Erlebnis, das künstlerisch berührt und zugleich zur Auseinandersetzung mit zentralen gesellschaftlichen Fragen anregt – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.

Tickets sind bereits ab 6 € (Schüler:innen), 10 € (Studierende, Auszubildende) und 14 € (Erwachsene) erhältlich. 

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Noch Fragen?

Ja, alle Altersgruppen können der Geschichte folgen und sich durch ihre Botschaft inspirieren lassen. Die Inszenierung bietet darüberhinaus für aufmerksame Zuschauer:innen viele anregende Details und Verweise. 

Der konkrete Kontext der Entstehung der Kinderoper und ihrer Aufführungen im Lager Theresienstadt verbindet sich an einer zentralen Stelle der Inszenierung mit ihrer allgemeinen Botschaft:  Der Hund erzählt Aninka von einer Zeit, in der eine Gruppe von Menschen sich für wichtiger hielt als andere – hier scheint der historische Zusammenhang kurz auf.

Das ist zur Zeit nicht geplant, ist aber in Überlegung.

Ja, es gibt Begleitmaterialien für die Schulkonzerte mit „Brundibár“, die auch von Besucher:innen des Familienkonzerts angefragt werden können. Kontakt: kramplova@dresdnerphilharmonie.de