Innere Paradiese

Aus dem lauten Leben zurück ins Innere.

Manchmal liegt das Paradies nicht hinter dem Horizont, sondern im eigenen Inneren, wo wir zu uns selbst finden. Dort anzukommen, ist nicht immer leicht, aber auch dabei kann Musik helfen. Musik, die nicht hinausführt in die Welt, sondern hinein in Gedanken, Glauben und Empfindung.

Diese Klänge öffnen Räume der Einkehr. Sie schenken Trost, richten auf und lassen Weite entstehen, und zwar nicht als Landschaft, sondern als seelischen Zustand. Musik wird hier zum Rückzugsort und Kraftquell.

Einkehr, Glaube, Verwandlung

Ob Beethovens Klavierkonzerte, die Glagolitische Messe von Janáček oder eine Sinfonie von Bruckner:Diese Werke erzählen von innerem Wachstum, von spiritueller Suche und von jener Ruhe, die nicht Stillstand ist, sondern erfüllte Präsenz.

Klang wird zum Dialog zwischen Mensch und Welt, zwischen Zweifel und Gewissheit. 

Kindheit, Sehnsucht, Verklärung

Auch Mahlers Vierte Sinfonie und Tschaikowskis Fünfte wenden den Blick nach innen. Doch anders als bei Beethoven, Bruckner oder Janáček entsteht hier das innere Paradies nicht aus geistiger Erhebung oder spiritueller Gewissheit, sondern aus Sehnsucht, Erinnerung und dem Traum von Unschuld.