Lawrence Power © Jack Liebeck

Lawrence Power

Lawrence Power zählt zu den führenden Bratschisten der Gegenwart, weltweit gefragt als Solist und
Kammermusikpartner. Sein Können und seine eindringliche Musikalität finden weltweit Beifall bei Publikum und
Kritikern: Power ist etwas Größeres: eine tiefe musikalische Persönlichkeit, jede Phrase bemerkenswert und wie neu.
(Sunday Times).
Durch sein leidenschaftliches Eintreten für neue Musik hat Power das Repertoire für Viola um zahlreiche Werke der
besten zeitgenössischen Komponisten erweitert. Zu diesem Zweck gründete er den Viola Commissioning Circle, der
seine Lockdown Commissions unterstützt, eine künstlerische Antwort auf die Coronavirus-Krise. Power gab zehn kurze
Solowerke u.a. bei Huw Watkins, Esa-Pekka Salonen, Cassandra Miller und Erkki-Sven Tüür in Auftrag. Videoaufnahmen
der Werke wurden in berühmten, während der Corona-Pandemie geschlossenen Konzertsälen oder außergewöhnlichen
Orten Großbritanniens gedreht und in den sozialen Medien veröffentlicht.
Lawrence Power hat viele weitere für ihn geschriebene Werke uraufgeführt, darunter Esa-Pekka Salonens Pentatonic
Étude, Mark Anthony Turnages Power Play, Julian Andersons Prayer, Alexander Goehrs Hymn to Night, James
MacMillans Violakonzert und Huw Watkins' Fantasy.
Im vergangenen Jahrzehnt hat sich eine regelmäßige Zusammenarbeit mit Orchestern höchsten internationalen
Ranges entwickelt, vom Chicago und Boston Symphony Orchestra bis zum Royal Concertgebouw und dem
Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Gern gastiert er mit play and direct-Programmen, zuletzt bei der
Australian National Academy of Music und beim Norwegian Chamber Orchestra.
Als Kammermusiker ist Power Mitglied des Nash Ensembles und arbeitet regelmäßig mit Musikern wie Nicholas
Altstaedt, Simon Crawford-Phillips, Antti Siirala, Vilde Frang, Maxim Vengerov und Joshua Bell zusammen.
Aufgrund seiner durchdachten und innovativen Programmgestaltung wird Power auch als Kurator für
Veranstaltungsorte und Festivals eingeladen. Er war Artist in Residence beim Aalborg Symphony Orchestra, beim
Bergen Philharmonic Orchestra und bei Turner Sims Southampton und kuratierte eine Konzertreihe am Londoner
Kings Place. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter des West Wycombe Chamber Music Festivals, das 2021 sein
zehnjähriges Bestehen feiert.
Im Jahr 2020 wurde Lawrence Power für die herausragende Qualität und den Umfang seiner Arbeit als Solokünstler
mit dem Instrumentalist Award 2020 der Royal Philharmonic Society geehrt. Seine Lockdown Commissions wurden für
die South Bank Awards 2021 (Kategorie Klassik) nominiert.
Power ist Dozent an der Zürcher Hochschule der Kunst und gibt weltweit Meisterkurse, unter anderem beim Verbier
Festival. Er spielt eine seltene Viola von Antonio Brenzi (Bologna, ca. 1590).