Michele Pertusi

Michele Pertusi wurde in Parma geboren, wo er am Konservatorium "A. Boito" Klavier und Gesang studierte. Anschließend setzte er seine Studien bei Arrigo Pola, Carlo Bergonzi und Rodolfo Celletti fort.

Im Februar 2005 gewann er den Grammy Award für die beste Opernaufnahme in der Titelrolle von Verdis Falstaff mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Colin Davis (LSO LIVE). Im Jahr 1995 wurde er mit dem "Abbiati International Prize" ausgezeichnet. Seine Aufnahme von Il turco in Italia unter der Leitung von Riccardo Chailly für Decca wurde mit dem Gramophone Award ausgezeichnet. Außerdem wurde er vom Präsidenten der Italienischen Republik mit der Goldenen Medaille als "Cultural Benemeritus" ausgezeichnet. 2018 wurde er beim Festival della Valle d'Itria in Martina Franca mit dem prestigeträchtigen Preis "Rodolfo Celletti" ausgezeichnet.

Er hat mit den meisten der weltweit führenden Dirigenten zusammengearbeitet, darunter Riccardo Muti, Carlo Maria Giulini, Zubin Metha, Georg Solti, Daniel Barenboim, James Levine, Kazushi Ono, Myung-Whun Chung und Antonio Pappano, und ist an den wichtigsten Opernhäusern, Konzerthäusern und Festivals auf der ganzen Welt aufgetreten.

In den letzten Jahren hat sich Michele Pertusi als herausragender Interpret von Verdis Rollen wie Filippo II in Don Carlo (Wiener Staatsoper, Teatro Real Madrid, Festival Verdi, La Scala), Attila (La Scala, La Fenice Venedig, Festival Verdi, Opéra de Liege), Pagano in I Lombardi alla prima crociata (Parma, Monte-Carlo), Sparafucile in Rigoletto (Festival Verdi, Wien), Fiesco in Simon Boccanegra (Wien, Turin, Parma), Padre Guardiano in La forza del destino (Opéra Royal de Wallonie de Liège), Conte Walter in Luisa Miller (Bayerische Staatsoper München, Opera di Roma), Da Silva in Ernani (La Scala), Massimiliano in I masnadieri (La Scala, Valencia), Zaccaria in Nabucco (Festival Verdi, Arena di Verona), Banco in Macbeth (Festival Verdi), Procida in Les vêpres siciliennes (Opera di Roma), Ramfis in Aida (Arena di Verona) und Messa da Requiem unter der Leitung von u.a. Riccardo Chailly, Zubin Metha, Myung-Whun Chung, Daniele Gatti.

Als raffinierter und herausragender Interpret der Rossini-Rollen ist Michele Pertusi regelmäßiger Gast des Rossini Opera Festivals in Pesaro, wo er 1992 als Assur in Semiramide debütierte, gefolgt von Moïse et Pharaon, Maometto II, Guillaume Tell, Il viaggio a Reims, Le siège de Corinthe, Torvaldo e Dorliska, La gazza ladra und Il barbiere di Siviglia. Für seine Leistungen bei ROF wurde er mit dem "Rossini d'oro"-Preis ausgezeichnet.

Seine Diskographie umfasst u. a. Rossinis Petite Messe Solennelle, Stabat Mater, Cantata per Pio IX und La Cenerentola unter der Leitung von Riccardo Chailly (Decca), Don Giovanni und Così fan tutte unter der Leitung von Georg Solti (Decca), Le nozze di Figaro unter der Leitung von Zubin Mehta (Sony), Semiramide und Maometto II (Ricordi), Don Giovanni unter der Leitung von Daniel Barenboim (Erato), La damnation de Faust und Falstaff unter der Leitung von Colin Davis (LSO live).

Jüngste Höhepunkte sind Don Carlo am Teatro alla Scala Mailand unter der Leitung von Riccardo Chailly zur Saisoneröffnung; I Lombardi alla prima crociata und Messa da Requiem beim Festival Verdi Parma; I Capuleti e i Montecchi bei den Salzburger Festspielen; Aida und Il barbiere di Siviglia in der Arena di Verona; I vespri siciliani am Teatro Regio in Turin; Verdis Messa da Requiem an der Opéra de Lyon; Don Pasquale an der Wiener Staatsoper; Lucia di Lammermoor an der Mailänder Scala; Ernani am Teatro La Fenice in Venedig; Don Carlo am Teatro San Carlo in Neapel; Medea am Metropolitan New York; Nabucco und Aida an der Arena di Verona; Moïse et Pharaon in Aix-en-Provence; Turandot an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia mit Antonio Pappano; Luisa Miller an der Opera di Roma.

Konzerte mit Michele Pertusi