Der britische Dirigent Nicholas Collon ist bekannt für seinen eleganten Dirigierstil, seinen forschenden musikalischen Intellekt und seine inspirierende Art zu musizieren. Er ist Gründer und Chefdirigent des Aurora Orchestra, das 2025 sein 20-jähriges Bestehen feierte, und seit 2021 Chefdirigent des Finnish Radio Symphony Orchestra, bei dem sein Vertrag bis 2028 verlängert wurde. Von 2016 bis 2021 war er Chefdirigent des Residentie Orkest in Den Haag (zuletzt auch künstlerischer Berater) und von 2017 bis 2022 Erster Gastdirigent des Gürzenich-Orchesters.
Unter seiner Leitung tourte das Finnish Radio Symphony Orchestra zu den BBC Proms, ins Amsterdamer Concertgebouw und durch ganz Deutschland und wurde vom Gramophone Magazine als "Orchester des Jahres 2025" nominiert. Ihre wachsende gemeinsame Diskografie für Ondine umfasst Werke von Wennäkoski (Best Contemporary Recording Award 2023 vom Gramophone Magazine) und Sibelius (Album des Monats im August 2025 für die Fünfte Sinfonie). In der Saison 2025/26 stehen Kompositionen von Lili Boulanger, Hans Abrahamsen und Hector Berlioz auf dem Programm, während Strauss' "Eine Alpensinfonie" und Holsts "The Planets" auf CD veröffentlicht werden.
Nicholas Collon leitet das Aurora Orchestra jedes Jahr bei den BBC Proms in ihren äußerst beliebten auswendig gespielten Aufführungen; 2025 führten sie Schostakowitschs Fünfte Sinfonie auf. Aurora ist Residenzensemble im Kings Place und im Southbank Centre, wo es das traditionelle Konzertformat immer wieder neu erfindet. Jede Saison tourt es durch die großen europäischen Konzertsäle und zu Festivals und wird im Frühjahr 2026 seine bahnbrechende Produktion "Le Sacre du printemps" wiederaufnehmen, die in Berlin, München, Antwerpen, Rotterdam, Essen, Zürich, Bern und Genf zu sehen sein wird. Es hat Aufnahmen für Warner gemacht, 2015 den Echo Klassik Award für "Klassik ohne Grenzen" gewonnen und nahm später auch für die Deutsche Grammophon auf.
2025/26 kehrt Nicholas Collon zur Dresdner Staatskapelle zurück (mit Live-Übertragung im ZDF), begleitet das Danish National Symhony Orchestra zum Enescu Festival und dirigiert das Atlanta Symphony Orchestra, das Swedish Radio Symphony Orchestra, das Gothenburg Symphony Orchesta und das City of Birmingham Symphony Orchestra. Regelmäßig ist er beim Orchestre National de France, dem hr-Sinfonieorchester und der Dresdner Philharmonie zu Gast und in der Saison 2024/25 debütierte er bei den Münchner Philharmonikern und beim San Francisco Symphony.
Nicholas Collon hat über 250 neue Werke dirigiert, darunter viele Weltpremieren. Er ist auch ein versierter Operndirigent und hat Produktionen in ganz Großbritannien (u. a. in Glyndebourne, an der English National Opera, der Welsh National Opera und beim Aldeburgh Festival) sowie an der Oper Köln dirigiert, wobei sein Repertoire von Mozart bis Britten reicht. Nicholas Collon wurde in London geboren und ist ausgebildeter Bratschist, Pianist und Organist. Er studierte als Orgel-Stipendiat am Clare College in Cambridge.