Sir Donald Runnicles © Simon Pauly

Sir Donald Runnicles

Künftiger Chefdirigent der Dresdner Philharmonie

Ab der Saison 2025/26 ist Sir Donald Runnicles Chefdirigent der Dresdner Philharmonie. Bereits in der Saison 2024/25 leitet er als designierter Chefdirigent der Dresdner Philharmonie drei Projekte:  Er dirigiert Mahler und Haydn zur Saisoneröffnung, Beethoven zum Jahreswechsel und Brittens „War Requiem“ am 13. Februar 2025, zum 80. Jahrestag der Zerstörung Dresdens.

„Als ich im Dezember 2022 das erste Mal zur Dresdner Philharmonie kam, war ich sofort gefesselt von der Schönheit und dem hervorragenden Klang des Konzertsaals. Und das setzte sich beim Orchester fort: Ich bin auf eine exzellente musikalische Qualität, auf großes Vertrauen und eine Art des Zusammenspiels getroffen, wie ich sie vorher kaum irgendwo erlebt habe. Die Musikerinnen und Musiker der Dresdner Philharmonie verkörpern für mich das Ideal eines großen Orchesters: zusammen werden wir künstlerisch vieles erreichen. Ich bin ganz sicher, dass wir gemeinsam mit unserem Publikum in diesem exzellenten Konzertsaal die Aufgaben, die wir uns selbst stellen, meistern werden, aber auch die Aufgaben, die unsere Zeit an ein modernes Orchester stellt. Musik mitten in der Stadt und gleichzeitig mitten in der Welt lebendig werden zu lassen – dafür werde ich mich mit Leidenschaft einsetzen!“

Im Laufe seiner 45-jährigen Karriere hat Sir Donald Runnicles durch langjährige Beziehungen zu bedeutenden Orchester- und Operninstitutionen einen hervorragenden Ruf aufgebaut. Mit Fokus auf Tiefe statt Breite hatte er leitende künstlerische Führungspositionen inne, so an der Deutschen Oper Berlin (seit 2009), der San Francisco Opera (1992–2008), dem Grand Teton Music Festival (seit 2005), dem BBC Scottish Symphony Orchestra (2009–2016) und Orchestra of St. Luke's (2001-2007). Er war zwei Jahrzehnte lang (2001–2023) Erster Gastdirigent des Atlanta Symphony Orchestra und ist Erster Gastdirigent des Sydney Symphony Orchestra (seit 2019).

Maestro Runnicles, bekannt als vollendeter Wagner-Interpret und Dirigent des deutschen Romantikrepertoires, leitet in der Saison 2023/24 an der Deutschen Oper Berlin Produktionen des „Parsifal“ und zwei vollständige Aufführungen des Ring-Zyklus. Außerdem hat er eine Neuinszenierung von „Il Trittico der jungen deutschen Theaterregisseurin Pinar Karabulut dirigiert. An der Metropolitan Opera leitete er acht Aufführungen der Otto-Schenk-Inszenierung von „Tannhäuser“. Außer bei der Dresdner Philharmonie war er beim Dallas Symphony Orchestra, dem Cincinnati Symphony Orchestra und dem Utah Symphony Orchestra zu Gast, wo er die Uraufführung eines neuen Konzerts von Sir Stephen Hough dirigierte.

Runnicles tourt regelmäßig mit dem Orchester der Deutschen Oper zu Zielen wie dem Edinburgh International Festival, den London Proms, der Royal Opera Oman und nach Dubai. Er war mit dem Philadelphia Orchestra auf Tourneen in China, war im vergangenen Sommer beim Bravo! Vail Music Festival in Colorado zu Gast und leitete Abonnementkonzerte. Er wird gern und häufig vom Chicago Symphony Orchestra eingeladen, bei dem er das erste Mal 1997 gastierte. Eine langjährige Beziehung verbindet ihn auch mit der Wiener Staatsoper, wo er zuletzt Neuproduktionen von „Parsifal“, Brittens „Billy Budd“ und „Peter Grimes“ sowie Kernrepertoirestücke leitete.

Donald Runnicles‘ umfangreiche Diskographie umfasst Aufnahmen u. a. von Wagners „Tristan und Isolde“, Mozarts Requiem, Orffs „Carmina Burana“, Brittens „Billy Budd“, Humperdincks „Hänsel und Gretel“, Bellinis „I Capuleti e i Montecchi“ und Aribert Reimanns „L’invisible“. Seine Aufnahme von Wagner-Arien mit Jonas Kaufmann und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin gewann 2013 den Gramophone-Preis für die beste Gesangsaufnahme, und seine Aufnahme von Janáčeks „Jenůfa“ mit dem Orchester und Chor der Deutschen Oper Berlin wurde für den GRAMMY 2016 als Beste Opernaufnahme nominiert.

Sir Donald Runnicles wurde in Edinburgh, Schottland, geboren und wuchs dort auf. Er wurde 2004 zum OBE (Order oft he British Empire) und 2020 zum Knight Bachelor ernannt. Er besitzt Ehrentitel der University of Edinburgh, der Royal Scottish Academy of Music and Drama und des San Francisco Conservatory of Music.