• Jonathan Stockhammer © Marco Borggreve Jonathan Stockhammer © Marco Borggreve

Philharmonie im Kulturpalast
Konzertsaal im Kulturpalast
jeweils 5 €

Ekklesiastische Aktion(en)

30 Jahre Deutsche Einheit

Die Werke beider Komponisten entstanden ungefähr gleichzeitig gegen Ende der 1960er Jahre – wenngleich unter denkbar gegensätzlichen Umständen. Zimmermanns ›Ekklesiastische Aktion‹ ist ein bewusst geschriebenes letztes Werk, komponiert, unmittelbar bevor der Komponist seinem Leben ein Ende setzte: die in Klang gebannte bittere Bilanz eines der Großen des 20. Jahrhunderts. Christfried Schmidt war damals Mitte Dreißig und verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Klavierlehrer und Chorleiter in Quedlinburg, als er 1968 seine Zweite Sinfonie ohne irgendeine Aussicht auf Aufführung komponierte. Erst seit den 1980er Jahren fand er allmählich Anerkennung. Es ist höchste Zeit, dieses Werk eines der originellsten und querständigsten Komponisten aus dem Osten Deutschlands uraufzuführen.

Teil I
Christfried Schmidt
Sinfonie Nr. 2 ›In memoriam Martin Luther King‹
Uraufführung
Teil II
Bernd Alois Zimmermann
›Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne‹
Ekklesiastische Aktion für zwei Sprecher, Bariton-Solo und Orchester (1970)

Jonathan Stockhammer | Dirigent
Antigone Papoulkas | Alt
Georg Nigl | Bariton
Martin-Jan Nijhof | Bass
Peter Schweiger | Sprecher
Helmut Vogel | Sprecher
Dresdner Philharmonie