• Lisette Oropesa © Jason Homa Lisette Oropesa © Jason Homa

Philharmonie im Kulturpalast
Konzertsaal im Kulturpalast
58 | 47 | 36 | 28 €


Highlights der italienischen Oper

Konzerte zum Jahreswechsel

Aufgrund der aktuellen Situation muss dieses Konzert leider ersatzlos abgesagt werden.
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#WEITERHÖREN:


Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
„La traviata“

Vorspiel
Wir empfehlen eine Aufnahme dieses Vorspiels mit Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern. Abbado war ein Dirigent, welcher der italienischen musikalischen Tradition naturgemäß engstens verbunden war und dem mit den Berliner Philharmonikern zudem ein gerade für den Streicherklang berühmter Klangkörper zur Verfügung stand. Abbado und Verdi: Damit sind für mich auch persönliche Erinnerungen verbunden. Abbado hat in den frühen 1980er Jahren mit Soli, Chor und Orchester der Mailänder Scala in Dresden gastiert, um Verdis Requiem aufzuführen. Ich hatte damals in Greifswald studiert und bin extra nach Dresden gepilgert, um diese Aufführung zu hören. Natürlich bekam man keine Karte mehr. Aber ein Dresdner Musikstudent, der als Trompeter im Fernorchester mitwirkte, nahm mich mit in die Generalprobe im Kulturpalast. Auf dem Gang hinter der Bühne begegnete uns ein freundlich lächelnder, jugendlich wirkender Herr. „Das ist Abbado“, raunte mir der Trompeter zu. Später, als ich in Berlin lebte, habe ich die letzten Jahre seiner Ära bei den Philharmonikern erleben dürfen. Diese Konzerte haben sich mir unauslöschlich eingeprägt.

https://www.youtube.com/watch?v=OMGcff9y3Zs


„È strano, è strano“, Arie der Violetta

Für die Arie „È strano, è strano“ begeben wir uns tief in die Aufführungs- und Aufnahmegeschichte: Maria Callas ist in der Rolle der Violetta in einer Aufnahme aus dem Jahr 1953 zu erleben. Das Orchestra sinfonica di Torino della RAI spielt unter Leitung von Gabriele Santini:

 

https://www.youtube.com/watch?v=I4cSVnqGmOc

 

 

„Lunge da lei“, Arie des Alfredo

Mittlerweile 73 Jahre alt und dabei unvermindert überzeugend ist die Aufnahme der Arie des Alfredo „Lunge da lei“ mit Giuseppe di Stefano. 1947 entstand diese Einspielung mit dem von Alfredo Alberto Erede geleiteten London Symphony Orchestra: 

https://www.youtube.com/watch?v=aJlwJ1ZCPYY

 

 

„Nabucco“

Ouvertüre
Für die Ouvertüre aus „Nabucco“ empfehlen wir erneut eine Einspielung mit den von Claudio Abbado dirigierten Berliner Philharmonikern:

https://www.youtube.com/watch?v=maaKrLc6QlY

 

„Rigoletto“

„Caro nome“, Arie der Gilda
Lisette Oropesa hätte diese Arie in unserem Konzert gesungen, und so liegt es nahe, eine Aufnahme mit ihr zu präsentieren, ein Mitschnitt aus einer Produktion der Dutch National Opera. Auch mit „Rigoletto“ verbindet sich für mich eine sehr persönliche Erinnerung: Am Beginn meiner Greifswalder Studienzeit suchte das dortige Theater Verstärkung für den Opernchor in einer Produktion dieser Verdi-Oper. Gemeinsam mit einem Kommilitonen meldete ich mich beim Theater, obwohl mich die italienische Oper damals eigentlich kaum interessierte. Das änderte sich aber sehr schnell während der Proben und Aufführungen, zumal die musikalische und szenische Arbeit auf hohem Niveau stattfand. Diese erste unmittelbare Begegnung mit dem Theater und mit der Oper, zumal mit der italienischen, hat mich für mein Leben geprägt. Dass ich später, in politisch schwierigen Zeiten mit Berufsverbot belegt, in einem Opernchor Asyl finden sollte, konnte ich damals noch nicht ahnen.

https://www.youtube.com/watch?v=i5xzT0xJyME




Amilcare Ponchielli (1834 – 1886)

 

„La Gioconda“

„La danza delle ore“
Der „Tanz der Stunden“ gibt uns Gelegenheit, an einen der ganz großen Dirigenten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu erinnern, an Arturo Toscanini. Sein betont sachlicher, auf absolute Partiturtreue ausgerichteter Interpretationsstil war gleichsam ein Gegenentwurf zur romantisch geprägten Tradition, für die etwa Dirigenten wie Wilhelm Furtwängler und Willem Mengelberg standen.
Jenseits der musikalischen Qualitäten ist es angeraten, sich den Lebensweg Toscaninis zu vergegenwärtigen: Er hat sich während seiner langen Karriere als Künstler niemals von den Mächtigen korrumpieren lassen. Die vorliegende Aufnahme entstand 1952: Toscanini war damals 85 Jahre alt und dirigierte das eigens für ihn nach seiner Emigration in die USA 1937 gegründete NBC Symphony Orchestra. 

https://www.youtube.com/watch?v=0p8GPNpqQ0o

 

 

„Cielo e mar!“, Romanze des Enzo
Wir bleiben bei der schon in den vorangegangenen Aufnahmen zu beobachtenden Tendenz, eher auf historische Aufnahmen zurückzugreifen, die jeweils ein Stück Interpretationsgeschichte lebendig werden lassen. Zu den bedeutenden Sängern des 20. Jahrhunderts im italienischen Fach zählte zweifellos Mario Del Monaco, der berühmt war für seine enorm ausladende Stimme mit metallischer Strahlkraft in der Höhe und einem  baritonalen Timbre in den mittleren und tiefen Registern. Diese Vorzüge kann man in dieser Aufnahme aus dem Jahr 1957 nachvollziehen. Wie weit die Identifikation des Sängers mit den von ihm verkörperten Rollen ging, mag auch darin zum Ausdruck kommen, dass er sich in seinem Kostüm des Otello begraben ließ.

https://www.youtube.com/watch?v=Nwx4RZM8qWs

 

 

Giacomo Puccini (1858 – 1924)
„La Bohème“

Finale des ersten Aktes
Die Uraufführung der „Bohème“ hatte 1896 der damals gerade 28-jährige Arturo Toscanini dirigiert. Ein halbes Jahrhundert später spielte er die Oper mit dem NBC-Orchester für das Radio ein. Diese Aufnahme gilt bis heute als die authentischste und besticht durch unübertroffener Werktreue. Bemerkenswert zügig sind die Tempi, die expressive Intensität sucht ihresgleichen und gleitet dabei in keinem Moment ins Sentimentale oder gar Kitschige ab. Sie hören in dieser Aufnahme Jan Peerce (Rodolfo) und Licia Albanese (Mimì). Das Finale des ersten Akts setzt bei 14‘42‘‘ ein.

https://www.youtube.com/watch?v=kpVz0C11zbc

Guiseppe Verdi
aus: ›La Traviata‹, Vorspiel zum 1. Akt
›È strano, è strano‹, ›Lunga da lei‹
Ouvertüre zu ›Nabucco‹
›Caro nome‹, Arie aus: ›Rigoletto‹
Amilcare Ponchielli
›La danza delle ore‹, ›Cielo e mar!‹
aus: ›La Gioconda‹
Giacomo Puccini
aus: ›La Bohème‹, Finale des 1. Aktes

Marek Janowski | Dirigent
Lisette Oropesa | Sopran
Stefan Pop | Tenor
Dresdner Philharmonie