• Mark Wigglesworth © Sim Canetty-Clarke Mark Wigglesworth © Sim Canetty-Clarke

Konzertsaal im Kulturpalast
55 | 45 | 39 | 33 | 25 | 18€

Sibelius trifft Wagner und Mahler

Sibelius' Erste wird den „Liedern eines fahrenden Gesellen“ gegenübergestellt.

Sibelius’ Erste Sinfonie, begonnen 1898 in Berlin, gilt als der Durchbruch auf dem Weg zu seiner eigenen Tonsprache. Gerade als das Werk seine Gestalt annahm, war die politische Situation in Finnland äußerst unsicher: der russische Zar versuchte, die Freiheiten des Großfürstentums massiv einzuschränken. Zweifel prägten auch die Werkgenese von Beginn an, erst der zweite Anlauf, von Hector Berlioz inspiriert, gelang, Dennoch blieb Sibelius skeptisch und komponierte eine weitere Fassung, die in Berlin und Paris Begeisterung auslöste. Mahler lernte den verehrten Sibelius 1907 in Helsinki kennen. Von Sympathie geprägt, zeigten sich in ihren Gesprächen sowohl Affinitäten als auch Unterschiede. Während Mahler forderte, eine Sinfonie müsse „wie die Welt sein und alles umfassen“, befand Sibelius, eine Sinfonie müsse „strenge innere Logik zeigen“. Unser Konzert stellt die beiden Komponisten einander gegenüber.

Richard Wagner
Ouvertüre zur Oper „Das Liebesverbot“ (1836)
Gustav Mahler
„Lieder eines fahrenden Gesellen“ (1885)
Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 1 e-Moll (1899)

Mark Wigglesworth | Dirigent
Gerhild Romberger | Solistin
Dresdner Philharmonie