Artists in Residence

Saison 2023/2024

Gautier Capuçon ©Felix Bröde

Gautier Capuçon

„Mein Instrument hilft mir, Dinge zu verstehen.“

Der französische Cellist Gautier Capuçon ist von der Faszination seines Instrumentes überzeugt und davon will er auch das Dresdner Publikum in der Saison 2023/2024 überzeugen, wenn er als Artist in Residence der Dresdner Philharmonie Elgars Cellokonzert (2./3. SEP), das Cellokonzert „Diary of a Madman“ unserer Composer in Residence Lera Auerbach (11. MAI) und den Cellopart im Tripelkonzert von Beethoven (22. JUN) spielt.

Außerdem ist er in einem Rezital mit seinem Künstlerfreund Daniil Trifonov mit Werken von Debussy, Rachmaninow und Prokofjew zu erleben (11. FEB). Gautier Capuçon ist ein wahrer Botschafter des 21. Jahrhunderts für das Violoncello.

zitat
› Es kann wunderbar singen, es kann melodisch sein, romantisch, nostalgisch … Es ist wirklich ein Instrument, mit dem man absolut alles machen kann.  ‹
Gautier Capuçon über sein Cello im Interview mit rbb online
©Michael Sharkey

Geboren in Chambéry, begann Capuçon im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel. Er studierte am Conservatoire National Supérieur in Paris bei Philippe Muller und Annie Cochet-Zakine und später bei Heinrich Schiff in Wien. Heute tritt er mit weltweit führenden Orchestern auf. Eine ausführliche Biografie lesen Sie hier.

Biografie
Patricia Kopatchinskaja ©Marco Borggreve

Patricia Kopatchinskaja

Tiefe, Brillanz und Humor - und ein Sinn für Theatralik.

Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja ist nicht nur eine exzellente Könnerin auf ihrem Instrument, sondern fasziniert auch mit enormer Bühnenpräsenz und Hingabe an die Werke, die sie ihrem Publikum nahebringen will. Als Artist in Residence der Dresdner Philharmonie wird sie das gleich mehrfach unter Beweis stellen.

Ein spannender Marathon sind drei Konzerte an drei aufeinander folgenden Abenden mit ihr, an denen sie die großen Violinkonzerte der 1930er Jahre spielt, u. a. von Prokofjew, Strawinski, Berg und Bartók (6./7./8. JUN). Auch als Kammermusikerin ist sie zu erleben: im Rezital mit ihrer Künstlerfreundin Sol Gabetta (17. NOV).

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› Es geht in der Musik immer wieder um grundlegende Dinge: Liebe und Verzweiflung, Schmerz und Freude. Die Frage ist nur, wie das in der Musik ausgedrückt wird. Wie spielt man es und wie hört man es. Mein Ziel ist, alle Musik für uns heute verständlich zu machen. ‹
Patricia Kopatchinskaja im Interview mit Concerti
©Julia Wesely

Patricia Kopatchinskaja konzentriert sich darauf, zum Wesen der Musik vorzudringen, zu ihrer Bedeutung für uns - jetzt und hier. Sie bringt mit ihrem unverwechselbaren Ansatz stets den Kern des Werks zum Ausdruck, sei es mit einer unkonventionellen Aufführung eines traditionellen Klassikers des Violinrepertoires oder mit einem originellen szenischen Projekt, das sie als experimentelle Performance-Dramaturgin präsentiert.

Biografie
Lera Auerbach ©Raniero Tazzi

Lera Auerbach

Composer in Residence

Die Dresdner Philharmonie führt gemeinsam mit dem Prager Philharmonischen Chor ihre Sinfonie Nr. 6 „Vessels of Light“ (Lichtgefäße) auf, ein Auftragswerk von Yad Vashem, der Internationalen Holocaust Gedenkstätte in Jerusalem und der American Society for Yad Vashem (11. NOV).

Außerdem ist ihr Cellokonzert „Diary of a Madman“ mit Gautier Capuçon zu hören, der es 2022 auch mit den Münchner Philharmonikern uraufführte (11. MAI). Das Collenbusch Quartett spielt ihr Streichquartett Nr. 3 „Cetera Desunt“ (7. APR), und der Philharmonische Kinderchor Dresden bringt gemeinsam mit dem Raschèr Saxophone Quartet ihre „Galgenlieder“ nach Christian Morgenstern zur Aufführung (16. JUN).

zitat
› Ich möchte, dass sich die Zuhörer frei fühlen, ihrer eigenen Fantasie freien Lauf lassen und aus ihren eigenen Träumen und Erinnerungen schöpfen.“ ‹
Lera Auerbach
Lera Auerbach ©Feller

Lera Auerbach wurde 1973 im Ural geboren und lebt seit 1991 in den USA. Mit 12 Jahren schrieb sie ihre erste Oper, seitdem hat sie über 100 Werke komponiert. Dabei beschränkt sie sich nicht auf die Musik, sondern ist auch als Dichterin und bildende Künstlerin kreativ. Oft dienen außermusikalische Inspirationen als Auslöser für eine Komposition. Auerbachs veröffentlichter Katalog umfasst mehr als 100 Werke für Orchester, Oper und Ballett sowie einschlägige Werke für Chor- und Kammermusikbesetzung. 

Biografie
Cameron Carpenter ©Dovile Sermokas

Cameron Carpenter

Palastorganist

Mit seinem unkonventionellen Auftreten, extravagantem Repertoire und seinen eigenwilligen Interpretationen verschafft Cameron Carpenter seinem Instrument völlig neue Aufmerksamkeit und begeistert gleichzeitig eingefleischte Orgelfans. 

Als Palastorganist wird er die große Konzertorgel im Kulturpalast nicht nur solistisch mit einem reinen Bach-Programm (27. SEP) und einem eigenen Arrangement der Paganini-Variationen von Rachmaninow zum Klingen bringen (21./22. OKT), sondern auch den Stummfilm „Nosferatu“ begleiten (26. JAN).

zitat
› Carpenter gehört zu den seltenen Musikern, die das Spiel ihres Instruments verändern... Er ist ein Zertrümmerer von kulturellen und klassischen Musiktabus. Er ist der technisch versierteste Organist, den ich je erlebt habe... Und, was am wichtigsten ist, der musikalischste. ‹
Los Angeles Times Kommentar
Cameron Carpenter ©Dovile Sermokas

Sein Pioniergeist hinterlässt bereits Spuren in der neueren Musikgeschichte: Mit der nach seinen eigenen Plänen gefertigten International Touring Organ (ITO) bereiste er neben Europa und den USA auch Australien, Neuseeland und Asien. 1981 in Pennsylvania, USA, geboren, führte Cameron Carpenter mit elf Jahren erstmals J.S. Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ auf und wurde 1992 Mitglied der American Boychoir School.

Biografie

kommende Konzerte