Marek Janowski

Marek Janowski

Marek Janowski ist ab der Spielzeit 2019/20 Künstlerischer Leiter und Chefdirigent der Dresdner Philharmonie

Von 2002 bis 2015 war er Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Zuvor und teilweise parallel amtierte er u.a. als Chefdirigent des Orchestre de la Suisse Romande (2005–2012), des Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo (2000–2005) und des Orchestre Philharmonique de Radio France (1984–2000), das er zum Spitzenorchester Frankreichs entwickelte. Außerdem war er mehrere Jahre Chef am Pult des Gürzenich-Orchesters in Köln (1986–1990) und der Dresdner Philharmonie (2001–2003).

1939 geboren in Warschau, aufgewachsen und ausgebildet in Deutschland, führte Marek Janowskis künstlerischer Weg über Aachen, Köln, Düsseldorf und Hamburg als GMD nach Freiburg i. Br. und Dortmund. Es gibt zwischen der Metropolitan Opera New York und der Bayerischen Staatsoper München, zwischen San Francisco, Hamburg, Wien und Paris kein Opernhaus von Weltruf, an dem er seit den späten 1970er Jahren nicht regelmäßig zu Gast war.

Im Konzertbetrieb, auf den er sich seit den späten 1990er Jahren konzentriert, führt er die große deutsche Dirigententradition fort. Weltweit gilt er als herausragender Beethoven-, Schumann-, Brahms-, Bruckner- und Strauss-Dirigent, aber auch als Fachmann für das französische Repertoire. Sein Abschied von der Oper war indes nur ein institutioneller, kein musikalischer – so zählt Marek Janowski heute mehr denn je zu den kundigsten Dirigenten für die Musik Richard Wagners. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Rundfunkchor Berlin und einer Phalanx von internationalen Solisten realisierte er zwischen 2010 und 2013 in der Berliner Philharmonie die zehn Opern und Musikdramen des Bayreuther Kanons in konzertanten Aufführungen. Sämtliche Konzerte wurden in Kooperation mit Deutschlandradio von Pentatone auf SACD veröffentlicht.

Mehr als 50 zumeist mit internationalen Preisen ausgezeichnete Schallplatten – darunter mehrere Operngesamtaufnahmen und komplette sinfonische Zyklen – tragen seit über 35 Jahren dazu bei, die besonderen Fähigkeiten Marek Janowskis als Dirigent international bekannt zu machen.

2016 und 2017 kehrte Marek Janowski doch noch einmal in ein Opernhaus zurück und leitete den Ring bei den Bayreuther Festspielen. Außerdem wurde er für die Jahre 2014 bis 2017 vom NHK Symphony (dem bedeutendsten Orchester Japans) eingeladen, in Tokio Wagners Ring-Tetralogie konzertant zu dirigieren. Mit diesem Orchester wird er auch im Frühjahr 2020 Wagners Tristan und Isolde und 2021 dessen Parsifal aufführen.

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