Aziz Shokhakimov

Aziz Shokhakimov

2010 rückte Aziz Shokhakimov schlagartig ins internationale Rampenlicht, als er mit erst 21 Jahren den zweiten Preis des angesehenen Internationalen Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs der Bamberger Symphoniker gewann. Seitdem ist Aziz Shokhakimov Einladungen von etlichen renommierten Klangkörpern gefolgt und gastierte u.a. bei der Staatskapelle Dresden, der Kammerphilharmonie Bremen, dem SWR Sinfonieorchester, dem HR-Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, dem London Philharmonic Orchestra und dem Houston Symphony Orchestra.

In der Spielzeit 2019/20 debütiert Aziz Shokhakimov bei den Wiener Symphonikern, dirigiert das Qatar Philharmonic Orchestra, die Slowenische Philharmonie, das Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai mit dem Pianisten Seong-Jin Cho und das WDR Sinfonieorchester mit der Cellistin Camille Thomas. Bei seiner Rückkehr nach Nordamerika leitet er das Utah Symphony Orchestra mit dem Pianisten Lukáš Vondráèek und das Toronto Symphony Orchestra. In Japan dirigiert er zwei Konzerte mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra.

Neben seiner Konzerttätigkeit ist Aziz Shokhakimov auch im Bereich der Oper aktiv. Seit 2015 hat er eine Position als Erster Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein inne und dirigiert in dieser Spielzeit Vorstellungen von „b.36“ (mit Musik von Tschaikowskis »Schwanensee«), Puccinis »Tosca«, Tschaikowskis »Pique Dame« und Strauss‘ »Salome«. Er leitet zusätzlich eine Neuproduktion von Rimski-Korsakows »Der goldene Hahn« in der Inszenierung von Barrie Kosky beim Festival d’Aix-en-Provence.

Seit Aziz Shokhakimov, der zuvor aus über 100 Kandidaten für das Konzertfinale mit der Camerata Salzburg ausgewählt wurde, im August 2016 den prestigeträchtigen Young Conductors Award der Salzburger Festspiele gewann, pflegt er eine beständige Zusammenarbeit mit dem Festival. Erstmals kehrte er im August 2017 für das Preisträgerkonzert mit dem RSO Wien zurück und dirigierte 2019 das Eröffnungskonzert mit dem Mozarteumorchester und Patricia Kopatchinskaja.

Vergangene Highlights beinhalten ein erfolgreiches Einspringen für Yuri Temirkanov beim Orchestre Philharmonique de Radio France, Wiedereinladungen zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Düsseldorfer Symphonikern, dem RAI Torino und die vielbeachtete Neuproduktion von »Pique Dame« an der Deutschen Oper am Rhein. In letzter Zeit debütierte er beim Orchestre National de Lyon, dem Antwerp Symphony Orchestra und dem MDR-Sinfieorchester in Leipzig.

Seit 2017 ist Aziz Shokhakimov Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Tekfen Philharmonic Orchestra.

Aziz Shokhakimov wurde 1988 in Taschkent (Usbekistan) geboren und als Sechsjähriger in die Uspenskij-Musikschule für musikalisch hochbegabte Kinder aufgenommen. Dort lernte er zunächst Violine und Bratsche, später kam eine dirigentische Ausbildung bei Vladimir Neymer hinzu. Bereits im Alter von 13 Jahren gab er mit dem Nationalen Symphonieorchester Usbekistan mit Beethovens Fünfter Symphonie und Liszts Erstem Klavierkonzert sein Dirigentendebüt, ein Jahr später leitete er erstmals eine Vorstellung von »Carmen« in der Usbekischen Nationaloper. Nachdem er bereits 2001 zum Assistenzdirigenten ernannt worden war, erfolgte 2006 Aziz Shokhakimovs Ernennung zum Chefdirigenten des Nationalen Symphonieorchesters Usbekistan, eine Position, die er bis heute innehatte.

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