Cristian Măcelaru

Cristian Măcelaru

Cristian Măcelaru, künstlerischer Leiter und Dirigent des Cabrillo Festival für zeitgenössische Musik, hat sich schnell als einer der Stars der Dirigenten-Szene etabliert. Mit jedem Konzert zeigt er eine spannende und hochangesehene Präsenz, durchdachte Interpretationen und eine energetische Überzeugung am Dirigierpult. Seine erste Spielzeit beim Cabrillo im August 2017 leitete er mit einem Programm voller Premieren und neuer Orchesterfassungen angesehener Komponisten ein. So glänzte das Festival 2017 mit sieben Welturaufführungen, elf Composers-in-Residence, einer Vielzahl von internationalen Gästen und zwei besonderen Tributen – einer, um Lou Harrisons 100. Geburtstag zu ehren und einer, um John Adams 70. Geburtstag zu zelebrieren.

Măcelaru dirigiert regelmäßig die besten Orchester Nordamerikas, vom Chicago Symphony, über das New York und Los Angeles Philharmonic, bis zum Toronto Symphony. Er leitete außerdem das Bayerische Rundfunk Sinfonieorchester und debütierte mit dem Concertgebouw Orkest, dem WDR Sinfonieorchester, der Weimarer Staatskapelle, sowie dem New Japan Philharmonic mit Anne-Sophie Mutter als Solistin. Andere Aufführungen führten ihn unter anderem an das Deutsche Sinfonieorchester Berlin, das Radio Sinfonieorchester Frankfurt, das Rotterdam Philharmonic und das City of Birmingham Symphony Orchestra.

Als begeisterter Operndirigent leitete er unter anderem von den Kritikern gefeierte Aufführungen von Il Trovatore an der Cincinnati Opera im Jahre 2015. Sein Operndebüt gab er 2010 mit Madame Butterfly an der Houston Grand Opera. Außerdem dirigierte er die US-amerikanische Uraufführung von Colin Matthews Turning Point mit dem Tanglewood Music Center Orchestra. 2019 wird er für eine Produktion von Don Giovanni unter der Regie von Kaspar Holten an die Houston Grand Opera zurückkehren.

Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zog Măcelaru zum ersten Mal im Februar 2012 auf sich, als er Pierre Boulez in Aufführungen des Chicago Symphony Orchestra vertrat. 2014 gewann er den Solti Conducting Award. Zuvor hatte er 2012 bereits den Sir Georg Solti Emerging Conductor Award gewonnen, welcher in der Geschichte der Stiftung zuvor erst ein einziges Mal verliehen wurde. Er hat an Dirigierkursen des Tanglewood Music Centers und des Aspen Festivals teilgenommen und dabei bei David Zinman, Rafael Frühbeck de Burgos, Oliver Knussen und Stefan Asbury gelernt. Sein Hauptstudium absolvierte er an der Rice University unter Larry Rachleff und schloss es mit einem Master in Dirigat und Geigenspiel ab. Măcelaru war der jüngste Konzertmeister in der Geschichte des Miami Symphony Orchestra und gab sein Debüt in der Carnegie Hall mit ebendiesem Orchester im Alter von gerade einmal 19 Jahren.

Als Gründer und künstlerischer Leiter des Crisalis Music Project hat Măcelaru ein Programm angestoßen, welches jungen Musikern die Möglichkeit gibt, eine Vielzahl von Stücken Seite an Seite mit etablierten Künstlern zu spielen.

Cristian Măcelaru lebt mit seiner Frau Cheryl und ihren beiden Kindern Beniamin und Maria in Philadelphia.