Stanislav Kochanovsky

Stanislav Kochanovsky

Stanislav Kochanovsky besuchte die Glinka-Chorschule in seiner Heimatstadt St. Petersburg, bevor er sein Studium am Rimski-Korsakow-Konservatorium mit Auszeichnung abschloss. Dort studierte er Chorleitung bei Prof. Tatiana Khitrova (2004), Orgel bei Prof. Nina Oksentyan (2004) und Opern-und Orchesterleitung bei Prof. Alexander Titov (2008). Seine Zusammenarbeit mit dem Mikhailovsky-Theater in St. Petersburg begann 2007, wo er im Alter von 25 Jahren die Gelegenheit erhielt, über 60 Opern- und Ballettaufführungen zu dirigieren. Dank seiner fundierten Kenntnisse und Erfahrungen, die er sowohl im Bereich der Orchestermusik als auch des Musiktheaters während seiner Jahre als Dirigent am Michailowski-Theater und als Chefdirigent der Staatlichen Safonow-Philharmonie gesammelt hat, wird Kochanovsky heute von Orchestern und Opernhäusern in aller Welt beachtet und gilt als einer der vielversprechendsten jungen russischen Dirigenten.
In der vergangenen Saison gab er sein Debüt bei den Wiener Symphonikern, dem HR-Sinfonieorchester Frankfurt Main, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Berner Symphonieorchester und dirigierte er das Orchestre de Paris, das Netherlands Philharmonic Orchestra, das Orchestre Philharmonique de Strasbourg, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Malaysian Philharmonic Orchestra und die wichtigsten russischen Orchester wie die St. Petersburger Philharmonie, das Mariinsky Orchester, das Russische Nationalorchester, das Nationale Philharmonische Orchester Russlands und die Moskauer Philharmonie. Weitere Orchester, mit denen Stanislav Kochanovsky in jüngerer Vergangenheit gearbeitet hat sind: Royal Concertgebouw Orchestra, Philharmonia Orchestra, Oslo Philharmonic Orchestra, City of Birmingham Symphony Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Danish National Symphony Orchestra, Dresdner Philharmonie und das Israel Philharmonic Orchestra. Stanislav Kochanovsky arbeitete wiederholt mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, den Rotterdamer Philharmonikern, dem Orchestre de Paris und dem Netherlands Radio Symphony Orchestra.
Nach dem großen Erfolg seines Debüts beim Verbier Festival 2017 mit der Verbier Festival Academy ist er dort nun regelmäßig zu Gast und dirigiert jedes Jahr eine konzertante Oper: „Eugen Onegin“ (2017), „Rigoletto“ sowie ein sinfonisches Programm mit den Solisten Lucas Debargue und Mikhail Pletnev (2018) und „Die Zauberflöte“ (2019). Stanislav Kochanovsky ist regelmäßiger Gast bei „Stars of the White Nights“ (St. Petersburg), beim Klarafestival (Brüssel) und beim MiTo Festival SettembreMusica (Mailand und Turin).
Zu seinen jüngsten Opernengagements zählen „Pique Dame“ und „Eugen Onegin“ (Opernhaus Zürich), „Jolanthe“ (Maggio Musicale Fiorentino), „Fürst Igor“ (Niederländische Nationaloper Amsterdam) und „Boris Godunov“ (Koreanische Nationaloper), wobei er mit Regisseuren wie Dmitri Tcherniakov und Barrie Kosky zusammenarbeitete.
Als Gastdirigent tritt Stanislav Kochanovsky regelmäßig am Mariinsky-Theater auf („Tosca“, „Madama Butterfly“, „Eugen Onegin“, „Jolanthe“, „Boris Godunov“, „Chowantschina“, „Samson et Dalila“) und hat mehr als dreißig Opern in seinem Repertoire.
Stanislav Kochanovsky hat ein großes Interesse daran, selten aufgeführte Werke zu dirigieren und leitete in den vergangenen Jahren Aufführungen von György Ligetis Requiem, Alexander Skrjabins „Acte préalable“ in der Rekonstruktion von Alexander Nemtin, Kodálys „Psalmus Hungaricus“ mit dem Belgischen Nationalorchester, Schostakowitschs unvollendete Oper „Der Spieler“ in der St. Petersburger Kammeroper, Nikolai Mjaskowskijs „Stille“ und Mieczyslaw Weinbergs Symphonie Nr. 21 „Kaddish“ mit dem Nationalen Philharmonischen Orchester Russlands in Moskau; Jan van Gilses Kantaten „Sulamith“ und Sergej Tanejews „Johannes von Damaskus“ mit dem Netherlands Radio Symphony Orchestra. Außerdem setzt er sich für zeitgenössische Komponisten ein und dirigierte Werke von Brett Dean, Ivan Fedele, Tobias Broström, Bart Visman, Nicola Campogrande, Rolf Martinsson, Osvalso Golijov, Anna Thorvaldsdottir, Vladimir Tarnopolski und Jan Rääts.