Tung-Chieh Chuang

Tung-Chieh Chuang

“Wie auch schon bei der einleitenden „Freischütz“-Ouvertüre erweist sich Chuang als Maestro mit feinem Gespür fürs Atmosphärische [Ravels Daphnis et Chloé], der mit seiner weit ausladenden Gestik den Klang geradezu herbeizustreicheln scheint.“

Der Tagesspiegel

Tung-Chieh Chuang gewann 2015 den Internationalen Malko-Wettbewerb in Kopenhagen. Mit Bravour konnte sich der junge Dirigent aus Taiwan in einem großen Feld von Bewerbern behaupten und diesen prestigeträchtigen Preis erringen. Zuvor hatte Chuang bereits einen 2. Preis sowie den Audience Award

beim Internationalen Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti in Frankfurt gewonnen, ein 1. Preis wurde nicht vergeben. Außerdem ist er Preisträger des Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerbs der Bamberger Symphoniker und des Jeunesse Musicales International Conducting Competition in Bukarest.

Gastdirigate führten Tung-Chieh Chuang u. a. zu den Bamberger Symphonikern, zum Deutschen Symphonie- Orchester Berlin, Bochumer Symphoniker, Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Danish National Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic Orchestra, Gothenburg Symphony Orchestra, Oslo Philharmonic, BBC Symphony Orchestra, RTÉ National Symphony Orchestra, Royal Scottish National Orchestra, Seoul Philharmonic Orchestra, Taiwan Philharmonic, NCPA Orchestra und Shanghai Symphony Orchestra. Er arbeitete wiederholt mit dem MDR Sinfonieorchester, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Lapland Chamber Orchestra, dem Lithuanian National Symphony Orchestra, Qatar Philharmonic Orchestra, Trondheim Symphony Orchestra, Tampere Philharmonic Orchestra und Oviedo Filarmonia.

Zu Beginn der Saison 2019/2020 führt ihn sein Weg erstmals nach Australien, wo er Konzerte mit dem Auckland Philharmonia Orchestra und dem Tasmanian Symphony Orchestra dirigiert. Des Weiteren debütiert er beim WDR Sinfonieorchester, beim Het Gelders Orkest und beim Norrköping Symphony Orchestra. Wiedereinladungen führen ihn u. a. zur Dresdner Philharmonie, zum Sonderjyllands Symphony Orchestra und der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Auch in Asien gut etabliert, wird er im Juni 2020 sein Debüt beim China Philharmonic Orchestra geben. Darüber hinaus ist er erneut zu Gast beim Seoul Philharmonic Orchestra, beim National Taiwan Symphony Orchestra und beim Shanghai Symphony Orchestra. In dieser Spielzeit arbeitet er mit Solisten wie Piotr Anderszewski, Joshua Bell, Ray Chen, Wu Man, Daniel Müller-Schott und Anna Vinnitskaya.

2010 erhielt Chuang die Edwin B. Garrigues Fellowship des Curtis Institute of Music. Als einer der Mitorganisatoren stellte er ein Jahr später in Philadelphia das Curtis Japan Benefit Concert auf die Beine, dessen Einnahmen dem Roten Kreuz Japan als Hilfe für die Erdbebenopfer von März 2011 gespendet wurden. 2012 initiierte er den ersten Orchester-Flashmob in Taiwan.

Tung-Chieh Chuang zeigte schon als Kind großes musisches Talent. Er entstammt einer Familie professioneller Musiker und lernte früh, Horn und Klavier zu spielen. Sein erstes öffentliches Konzert gab er mit elf Jahren. Er studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia und an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar. Zu seinen Mentoren gehören Mark Gibson, Gustav Meier, Otto-Werner Mueller und Nicolás Pasquet.

Der 36-jährige Dirigent lebt mit seiner Familie in Berlin und ist Vater einer kleinen Tochter.

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