Nerion Quartett

Nerion Quartett

Das Nerion-Quartett wurde von Mitgliedern des Hiroshima Symphony Orchestra gegründet und ging aus der „Only Chamber Music“-Konzertreihe hervor, die der Cellist Martin Stanzeleit seit dem Jahre 2003 durchgängig in Hiroshima organisiert. Der Name „Nerion“ ist das griechische Wort für „Oleander“, die offizielle Blume der Stadt Hiroshima. Nach der Verwüstung der Stadt im Jahre 1945 durch die Atombombe machte eine Prophezeiung die Runde, nach der in den folgenden 75 Jahren nichts auf dem verbrannten Grund wachsen würde. Doch nur wenige Wochen nach der Katastrophe zeigten sich die ersten Oleanderblüten, und seither gilt die Blume als Symbol für Überlebenswillen und Hoffnung der Einwohner Hiroshimas.

Soichi Sakuma, 1. Geige

Studium an der Toho-Musikhochschule Tokio und bei Ulf Schneider an der Musikhochschule Hannover. Konzertmeister des Nationalen Jugendorchesters Japan. Gewinner der „Bach Hall Classic Music Competetion“ in Kamimachi, Japan.

Mitglied des New Japan Philharmonic Orchestra Tokio, des Osaka Philharmonic Orchestra und der Deutschen Kammerakademie Bremen.

Seit 2014 als 1. Konzertmeister im Hiroshima Symphony Orchestra.

Soichi Sakuma spielt auf einer Violine von C.G. Testore aus dem Jahr 1703.

Misato Miyazaki, 2. Geige

Studium am Senzoku College und an der Tokyo University of Arts bei Herwig Zack, Tsuneo Kobayashi, Sachika Mizuno und Chiyoko Noguchi. Studium im Fach Barockvioline bei Natsumi Wakamatsu und Kaoru Toda.

Grand Prix beim Senzoku Gakuen Junior Wettbewerb. Preisträgerin des Kanagawa Musikwettbewerbes. Auftritte als Solistin mit dem Yokohama Symphony Orchestra und dem Shonan Youth Orchestra. Meisterkurse bei Rainer Küchl und Bohuslav Matoušek. Seit 2017 Mitglied im Hiroshima Symphony Orchestra.

Akino Aono, Viola

Studium an der Tokyo University of Arts bei Atsuko Tenma, Kazunori Kawasaki, Yuki Hayakutake und Kaoru Ono.

Von 2014 bis 2017 Stimmführerin im Hyogo Performing Arts Center Orchestra unter Leitung von Yutaka Sado. Preisträgerin u.a. beim Internationalen Musikwettbewerb Osaka (Solo und Kammermusik), bei der Japan Player’s Competetion und beim Internationalen Mozart Kammermusikwettbewerb 2017. Seit 2017 Mitglied im Hiroshima Symphony Orchestra.

Martin Stanzeleit, Violoncello

Studium bei Young-Chang Cho an der Folkwang-Hochschule Essen. Weiterführende Studien bei Siegfried Palm und Heinrich Schiff. Preisträger des Folkwang Wettbewerbs 1995. Solocellist der Kopenhagener Philharmoniker, seit 1998 als 1. Solocellist im Hiroshima Symphony Orchestra. Buchautor von „Neugierig auf

Japan“ und „Mein Hiroshima“. Autor beim staatlichen Fernsehsender NHK, sein Buch

„Eine kleine Kaffeepause“ erschien zweisprachig im NHK-Verlag, Tokio. Träger des

„Bunka Shoreisho“-Kulturpreises der Präfektur Hiroshima.

Martin Stanzeleit spielt ein Cello von Francesco Ruggieri aus dem Jahr 1691.