Solisten-Archiv

Michael Barenboim

Michael Barenboim

Michael Barenboim erweckt die Musik mit seiner Violine zum Leben – und lässt sie dabei in all ihrer Vielfalt stets für sich selbst sprechen. Musikkritiker rühmen seine Interpretationen als „verblüffend“, „aufregend“, „wunderbar überzeugend und fesselnd“.

Dabei fühlt er sich nicht nur dem klassischen und romantischen Kernrepertoire verpflichtet, sondern widmet sich auch intensiv Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts, deren Interpretation ihm höchste Anerkennung einbrachte. Insbesondere arbeitete Barenboim viele Jahre mit Pierre Boulez zusammen, dessen Werke er regelmäßig in Solo-Konzerten und mit dem Boulez Ensemble präsentiert. Bei Accentus Music spielte er Boulez‘ Anthèmes 1 & 2 ein. Im Januar 2018 wurde sein zweites Solo-Album mit Werken von Sciarrino, Tartini, Berio und Paganini veröffentlicht.

In der vergangenen Spielzeit war Michael Barenboim erstmals bei den Berliner Philharmonikern unter Vasily Petrenko zu Gast; wie bereits bei mehreren seiner erfolgreichen Orchester-Debüts, unter anderem mit den Wiener Philharmonikern unter Daniel Barenboim, dem Chicago Symphony Orchestra unter Asher Fisch und dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta, stand auch diesmal Schönbergs Violinkonzert auf dem Programm. Zu Michaels Highlights in dieser Saison zählen ein Auftritt mit dem Philharmonia Orchestra unter Vladimir Ashkenazy beim George Enescu Festival sowie Konzerte mit dem Orchester der Norske Opera unter Domingo Hindoyan und dem Philharmonischen Orchester Freiburg unter Fabrice Bollon. Weiterhin absolviert eine Tournee mit dem Orchestra Giovanile Italiana sowie Solo-Auftritte in der Hamburger Elbphilharmonie, dem Teatro di San Carlo in Neapel, dem Teatro Comunale in Bologna und der Kumho Art Hall in Seoul.

In der Spielzeit 2016/2017 debütierte Michael Barenboim zu Saisonbeginn beim Gürzenich-Orchester Köln, es folgten Debüts mit dem BBC Philharmonic, dem Philharmonia Orchestra, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Shanghai Symphony Orchestra und dem Guangzhou Symphony Orchestra; darüber hinaus vertiefte er seine Zusammenarbeit mit der Komischen Oper Berlin, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und dem Orchestre Philharmonique de Nice.

In früheren Spielzeiten gastierte Michael Barenboim unter anderem beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem hr-Sinfonieorchester, der Accademia di Santa Cecilia, dem Maggio Musicale Fiorentino, der Filarmonica della Scala, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Academy of St. Martin in the Fields, dem Gulbenkian Orchestra, dem Spanischen Nationalorchester und dem Boulez Ensemble. Solo-Recitals gab er unter anderem in der Wigmore Hall, dem Barbican Centre, der Carnegie Hall, dem Konzerthaus Dortmund, dem Pierre-Boulez-Saal, dem Melbourne Recital Centre und im Sydney Opera House.

In Michael Barenboims Repertoire nimmt auch Kammermusik eine wichtige Stellung ein. Der Mitbegründer des Erlenbusch-Quartetts ist regelmäßig bei Musikfestspielen zu Gast, so etwa beim Lucerne Festival, dem Verbier Festival, den Salzburger Festspielen, beim Rheingau Musik Festival, beim Beethovenfest Bonn, in Aix-en-Provence, beim Klavier-Festival Ruhr, in Granada und beim Jerusalem International Chamber Music Festival. Michael Barenboim konzertiert regelmäßig mit seiner Mutter, der Pianistin Elena Bashkirova, und mit Künstlern wie Frans Helmerson, Julian Steckel, Guy Braunstein und András Schiff. Sein Klaviertrio mit dem Cellisten Kian Soltani und seinem Vater Daniel Barenboim ist in dieser Saison mit einer Konzertreihe im Pierre-Boulez-Saal zu Gast.

Neben seinen Soloauftritten und Recitals spielt Michael Barenboim als Konzertmeister beim West-Eastern Divan Orchestra und beschäftigt sich intensiv mit Lehrtätigkeiten: in der neu gegründeten Barenboim-Said Akademie in Berlin leitet er den Bereich Kammermusik; darüber hinaus gibt er weltweit zahlreiche Meisterkurse.