Solisten-Archiv

Polina Pastirchak

Polina Pastirchak

Polina Pastirchak wurde in Budapest in eine ungarische Künstlerfamilie mit russischen Wurzeln geboren. Sie begann ihre internationale Karriere mit dem ersten Preis, dem Publikumspreis und drei Sonderpreisen beim renommierten Concours de Genève im Jahr 2009, auf welche 2012 ein Sonderpreis beim ARD-Musikwettbewerb und weitere bedeutende Auszeichnungen in Ungarn folgten. Seit dieser Zeit singt sie in vielen europäischen Opernhäusern und Konzertsälen.

In der Spielzeit 17/18 sang Polina u.a. Mimi in La Bohème an der Oper Graz und am Theater St. Gallen, Violetta an der Staatsoper Budapest, verschiedene Konzerte am Palast der Künste Budapest, und gab ihr Debüt mit Mahler VIII unter Adam Fischer in der Tonhalle Düsseldorf.

Zukünftige Aufgaben sind Woglinde im Ring von Dieter Dorn in Genf, Gänsemagd in Königskinder in Graz, ihr Hausdebüt als Violetta und Tatjana am Théâtre du Capitole in Toulouse, Schostakowitschs 14. Symphonie mit der Dresdner Philharmonie und Donna Anna während einer Asien-Tournee unter René Jacobs.

2016 verlieh ihr der ungarische Staat das silberne Verdienstkreuz. Im Juni desselben Jahres ernannte die ungarische Staatsoper sie zur jüngsten Kammersängerin des Landes.

Polina Pastirchak sang z.B. Partenope bei den Händel-Festspielen in Karlsruhe unter Michael Hofstetter sowie Woglinde und Gutrune in Wagners Ring-Zyklus am Grand Théâtre de Genève (Dieter Dorn/Ingo Metzmacher). Regelmäßig ist sie an der Ungarischen Staatsoper zu Gast und singt dort unter anderem Mimi, Nedda, Violetta, Micaela, Donna Anna, Desdemona und die Gräfin in Le nozze di Figaro. Außerdem sang sie mit großem Erfolg die weibliche Hauptrolle (Colombina) bei der Weltpremiere von György Selmeczis Spiritisti, Woglinde, 3. Norn und Gutrune bei den Wagner-Festspielen in Budapest unter Adam Fischer, ferner die Vespina in Cavallis Veremonda bei den Schwetzinger Festspielen 2016. Erst kürzlich durfte Polina auch einen triumphalen Erfolg mit ihrem Rollendebüt als Daphne unter Zoltán Kocsis am Pult der Ungarischen Nationalphilharmonie im Palast der Künste in Budapest feiern.

Konzertpodien der Künstlerin waren bisher z.B.: Radiotelevisione della Svizzera Italiana, das Grand Théâtre de Genève, das Swedish Chamber Orchestra, die Sinfonia Varsovia, das Franz-Liszt-Kammerorchester, die St. Petersburger Philharmonie, das Menuhin-Festival in Gstaad (wo sie mit Sabine Meyer und dem Kammerorchester Basel unter Andreas Spering zu Gast war), die NDR-Radiophilharmonie, das Budapest Festival Orchestra, das WDR-Sinfonieorchester Köln, sowie das Orchestre de la Suisse Romande.

Polina Pastirchak widmet ihre Zeit besonders gerne Liederabenden. So ist sie z.B. bereits bei Radio France, dem Budapester Frühlingsfestival, dem Marburger Konzertverein und in der Tonhalle Zürich aufgetreten, immer mit Jan Philip Schulze am Flügel, mit dem sie seit 2010 regelmäßig zusammenarbeitet.

Ihr erstes Porträt-Album mit Liedern von Richard Strauss, Schostakowitsch, Bartók und Kodály ist im Jahr 2010 bei Ysaye Records erschienen. 2014 veröffentlichte Sony Sabine Meyers Solo-Album, auf dem Polina Pastirchak ebenfalls Mozart-Arien interpretiert.