Andreas Scheibner

Andreas Scheibner

Kammersänger Andreas Scheibner war in seiner Jugend Mitglied des Dresdner Kreuzchors. Einer Empfehlung Hans Werner Henzes folgend, entschied er sich für den Sängerberuf.

Erste Theaterengagements führten ihn nach Bautzen (daselbst sang er seinen ersten von ca. 450 Papagenos), Stralsund und Potsdam. 1983 wurde er Mitglied des Ensembles der Staatsoper Dresden. Dort entwickelte er sich innerhalb weniger Jahre zu einem der meistbeschäftigten Solisten mit Hauptpartien in „Don Giovanni“, „Eugen Onegin“, „Die schweigsame Frau“, „Tannhäuser“, „Capriccio“, „Der Barbier von Sevilla“, „Figaros Hochzeit“, „La Bohème“ und vielen anderen.

Seit 1993 ist der Bariton freischaffend als Konzert-, Lied- und Opernsänger international bei führenden Veranstaltern tätig. So zum Beispiel mit Luciano Berio bei BBC London, RAI Milano, dem Internationalen Musik- und Tanzfestival Granada und am Teatro Comunale di Firenze; mit Peter Schreier bis 2012 bei dessen großen Oratorienkonzerten weltweit; sowie mit Fabio Luisi in Berlin, Dresden, Wien, Graz, Paris und Rom. Mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Christian Thielemann, Asher Fish, Christoph Eschenbach, Sebastian Weigle, und Hans-Christoph Rademann konzertierte der Sänger in New York, Tokio, Rom, Buenos Aires, São Paulo, Caracas, Amsterdam, Wien, Venedig, München, Köln, Stuttgart, Berlin, Brüssel, Liverpool und vielen anderen Musikzentren.

Operngastspiele führten ihn zwischen ab 2001 unter anderem nach Paris („Die Fledermaus“, Uraufführung von „K“ nach „Der Prozess“ von Kafka, Lear), Valencia („Parsifal“), Wien („Die Zauberflöte“, „Die schweigsame Frau“, Bloch-„Macbeth“), Brüssel („Tristan und Isolde“), Guadalajara („Fidelio“), Wiesbaden („Tiefland“, „Wozzeck“) und Dresden („Der Rosenkavalier“, „Carmen“). Nach der Übernahme des Wozzeck bei der israelischen Erstaufführung in Tel Aviv folgte von 2010 bis 2012 eine große Zahl „Wozzeck“-Aufführungen in Frankreich (Marseille, Caen, Lille, Avignon, Reims, Limoges, Rouen, u.a.).

Neben der Oper gilt Scheibners besondere Vorliebe des Oratorien Bachs, Haydns, Brahms‘, Mendelssohns und Dvořáks, dem romantischen deutschen Lied und der zeitgenössischen Musik, wobei ihm die jahrzehntelange Verbundenheit zur musica sacra seiner Sächsischen Heimat besonders wertvoll ist.

Aktuelle Konzerte